Wohnmobil- und Motorrad-Reiseblog

Kategorie: Unsere Art zu Reisen

Einbruchsicherung

Wir haben uns lange Zeit keine Gedanken zum Thema Einbruchsicherung gemacht. In 15 Jahren Camping mit dem Transit, hatte wir nicht eine Situation, in der wir auch nur eine Andeutung eines Einbruchs hatten. Und wir haben regelmäßig auf Autobahn-Rastplätzen gehalten und den Wagen alleine gelassen. Oder auf Stadtparkplätzen und dann einen Rundgang gemacht. Vielleicht hatten wir bisher einfach nur Glück. Vielleicht war der Transit auch nicht attraktiv genug, einen Einbruch zu versuchen.

Da wir unser Glück nicht herausfordern wollen und wir jetzt vielleicht mehr Augenmerk auf uns lenken, haben wir uns mit dem Thema beschäftigt. Eine Alarmanlage einzubauen scheint uns trotzdem einen zu großen Aufwand. Allerdings wollen wir unsere Türen so sichern, dass der Zeitaufwand für den Einbrecher zu groß wird.

Lenkradschloss

Die Funktion kann ich gar nicht erklären, ich zeig euch einfach das Bild, das erklärt es auf jeden Fall.

Gekauft bei Obelink, nennt sich Pro Plus Lenkradschloss

Schiebetür

Hier habe ich mich für die einfache Variante entschieden. Es geht ja darum den Einbrecher daran zu hindern die Tür öffnen zu können, auch wenn er es geschafft hat das Schloss zu öffnen. Man kann dazu ein Zusatzschloss kaufen, dass verhindert, dass die Schiebetür aufgeht. Das Schloss muss in das Blech der Tür und den angrenzenden Rahmen montiert werden.

Ich habe mich für ein Diskusschloss an der Schiene entschlossen.

Fahrer- und Beifahrertür

Hier habe ich noch nichts gemacht, werde mich aber auch der einfachen Variante zuwenden und zwischen den Türen eine stabile Kette spannen, und somit den Einbrecher daran hindern, die Türen öffnen zu können.

Seitenfenster

Hier bin ich mir noch nicht sicher, ob und was ich dort mache. Mir gefällt die Idee mit dem Saugnapf, der von innen an der Scheibe montiert wird und somit verhindert, dass die Fenster aufgeklappt werden können. Jedenfalls möchte ich nichts von außen montieren.

Hecktüre

Hier werde ich keine Sicherung anbringen, denn ich komme von innen ja gar nicht an die Türen dran, weil die Rückwand vom Bett das verhindert.

Das führt aber auch dazu, dass ein Einbrecher, der die Hecktüre knack auch maximal in den „Keller“ kommt und nicht weiter. Dort liegt nichts von Wert, mal abgesehen von der Elektrik aber die ist ja hinter eine Wand und die kann er so leicht nicht entfernen.

Rundgang durch die Küche

ja, ja ich weiß, aber die Küche ist halt mein Lieblingsplatz im Bus und für alle die es interessiert, will ich euch heute mal auf einen Rundgang (Roomtour) durch meine Küche mitnehmen.

Ausstattung

„Reduce to the max!“ hatte ich auch schon mal erwähnt, aber im Bus ist das natürlich wegen Platz und Gewicht wichtig. Praktisch und greifbar muss das „Werkzeug“ zur Verfügung stehen. Ich versuche (und das auch zuhause) alles so anzubringen, dass ich nur eine Hand brauche um es nutzen zu können.

„Werkzeug“

  • Messer groß und scharf
  • Schneebesen
  • Messbecher
  • Abtropfsieb (damit die Nudeln vom Wasser getrennt werden)
  • Zange (zum Wenden von Fleisch, nicht nur auf dem Grill)
  • Holzkochlöffel (3 Stück)
  • Flaschenöffner
  • Reibe (hauptsächlich für Parmesan, aber auch für Obst und Gemüse)
  • Sparschäler (Tupper, best of)

Kochgeschirr

  • Holzbrett groß (ich brauche immer viel Platz)
  • Holzbrettchen mittel (für den Käse)
  • Holzbrettchen klein (fürs Frühstück)
  • Schüsseln (eben nicht nur für die Suppe, auch zur Vorbereitung)
  • Pfanne (Teflon, soll bald durch Stahlpfanne ersetzt werden
  • Tajine (das Teil bekommt einen eigenen Beitrag!)
  • Espressokanne (Edelstahl)
  • FANTAST Fleisch-Thermometer von ikea
  • Wasserkocher
  • Glasschüssel für Salat und sonstiges
  • Kochtöpfe (da haben wir wirklich schon einiges ausprobiert) Dieses Jahr haben wir uns ein Topfset Light 11-tlg. von Fritz Berger gekauft. Jahrelang hatten wir das klassischen Alu-Set, weil es eben praktisch und leicht ist. Aber Alu, das wollten wir nicht mehr mitessen. Danach hatten wir ein Set aus Edelstahl mit abnehmbarem Griff) die Mechanik hatte aber keinen Halt, sobald Fett am Topfrand war und da sich das ja nun nicht vermeiden lässt, wurde das Zeug entfernt. Das Set von Fritz Berger hat auch abnehmbare Griffe, aber mit einer anderen Mechanik und dir hält auch, wenn Fett am Rand ist.
    • Größeren Topf (Nudeln, Kartoffel, Suppe, Bolognese, etc.)
    • Mittleren und kleinerer Topf
    • Pfanne
    • Verschlussdeckel

Essgeschirr

Hier eigentlich nur klassisches, Flache Teller und Schüsseln (oben schon erwähnt). Unmengen Tassen und Gläser.

Essbesteck

Gabeln, Löffel, Messer (Wellenschliff), kleine Löffel

Vorratsbehälter

Jede Menge Plastikbehälter mit Deckel in verschiedenen Größen. Für unsere Brotzeit die wir mitnehmen, wenn wir Tagesausflüge mit dem Moped machen. Aber auch um Reste im Kühlschrank aufzubewahren. Im nächsten Urlaub werden wir mal Gläser mit Schraubdeckel testen, weil wir versuchen mehr und mehr Kunststoff zu vermeiden.

Trinkwasser

Da wir das Wasser aus den Kanistern generell nicht trinken, sondern nur zum Kochen benutzen, haben wir in der Vergangenheit immer Wasser in Plastikflaschen gekauft. Kein Pfand, leicht und einfach zu entsorgen. Wir sind sicher keine Öko’s aber trotzdem versuchen wir, da wo es möglich ist unseren Beitrag zu leisten. Hier werden im nächsten Urlaub (Mitte September, vier Wochen) mal Glasflaschen versuchen. Fast überall bekommt man gutes Trinkwasser aus dem Wasserhahn und die leeren Flaschen sind Weinflaschen mit Glasstopfen. Die benutzen wir zuhause auch und die sind sehr praktisch. Klar sind die schwerer und Glas kann böse Scherben geben, die man im Bus nicht haben will aber wir werden es versuchen. Für die Mopedtouren haben wir schon seit letztes Jahr eine 800ml Metallflasche von „klean kanteen

Die habe ich auch auf meinen Geschäftsreisen dabei, kann ich nur empfehlen.

Gewürze und Zutaten

Für die Trockengewürze habe ich mir dieses Jahr kleine Metalldosen mit Deckel gekauft, für zuhause und für den Bus. Damit bin ich sehr zufrieden. Vor allem sind die Licht undurchlässig, das ist gut für die Gewürze. Handmühle für Pfeffer und grobes Salz.

  • Curry
  • Curcuma
  • Kreuzkümmel
  • Kümmel ganz
  • Paprika
  • Chilliflocken
  • Oregano
  • Zimt

Vorrat (haltbar

  • Rote Linsen
  • Kichererbsen
  • couscous
  • Hirse
  • Bulgur
  • Vollkorn-Reis Basmati
  • Carnaroli-Reis (für Risotto)

Kaufe ich übrigens alles bei Reishunger, weil es dort auch 1 kg Vorratspackungen gibt, kann ich nur empfehlen.

Risotto mit Fischfilet

Wir lieben Risotto und wir lieben Fisch. Wann immer wir die Gelegenheit haben frischen Fisch zu kaufen, tun wir das. Man muss in Italien und Frankreich nach Fischgeschäften immer in den Hafenstädten suchen. Ein gutes Zeichen sind Fischkutter in den Häfen. Meist sind die Geschäfte versteckt und sie haben auch nicht immer zu den normalen Geschäftszeiten geöffnet. Es sind i.d.R. kleine Läden und sie werden viel von Einheimischen genutzt, was ja immer ein gutes Zeichen ist. Wir haben auch schon Fisch direkt vom Kutter gekauft, da muss man aber wissen wann und wo die anlanden. Bisher war das immer Zufall.

In Frankreich kann man Fisch auch immer sehr gut in den Supermärkten kaufen, die meist eine sehr üppige Auslage an See- und Meeresfrüchte haben. Auch hier muss man wissen, dass die nicht jeden Tag Fisch anbieten. Wir versuchen aber auch dort möglichst regionalen Fisch zu kaufen.

Das lustigste „Fischerlebnis“ hatten wir auf einem Campingplatz am Bolsena See. Wir hatten vorher schon gelesen, dass es in diesem See eine spezielle Sorte Süsswasser Barsch gibt, der sehr schmackhaft sein soll. Jedenfalls sahen wir, wie eine Gruppe Männer aus der Schweiz an den Spülbecken Fisch in größeren Mengen wuschen. Da wir von Natur aus neugierig waren, haben wir sie gefragt, wo man den Fisch bekommen könne. Die Antwort war simpel: Selber fangen! Die Männer fuhren bewusst an den Bolsena See auf diesen Campingplatz um tagsüber ihrem Hobby nach gehen zu können. „Wenn ihr wollten, dann fangen wir euch morgen ein paar Fische mit!“ Das haben wir dann dankend angenommen. Und tatsächlich bekamen wir am nächsten Tag vier Barsche mittlerer Größe (etwa das Volumen einer Forelle). Wir haben und dann mit zwei Flaschen Rotwein bedankt, da sie natürlich kein Geld annehmen wollten. Der Fisch war köstlich!!!

Das Rezept

Eigentlich ganz einfach, es geht in der Campingküche ja immer darum mit wenigen Töpfen auszukommen und wenn möglich das Gericht in einem Topf auf den Tisch zu bringen (denn auch der Tisch hat ja Grenzen). Also beginnt man mit dem Risotto. Zum Fisch mag ich am liebsten ein Lauch-Risotto.

  • 200gr Carnaroli-Reis (oder eine andere Risotto Reissorte)
  • 2-3 Lauchstangen
  • Olivenöl
  • ca. 1 Liter Fond oder Brühe
  • Salz
  • Pfeffer

Öl in der Pfanne erhitzen und den Reis darin unter ständigem Rühren leicht glasig werden lassen. Dann mit einer Tasse Brühe ablöschen. VORSICHT, wer das noch nicht gemacht hat, muss wissen, dass das kräftig zischt und dampft. Also Topflappen nehmen. Wenn sich die Mischung beruhigt hat mit schwacher Hitze köcheln lassen. Immer wenn der Reis „trocken fällt“ wieder etwas Brühe hinzugeben, sodass er nicht anbrennt aber auch nicht schwimmt.

Das Lauch

Das Grüne an den Lauchstangen im oberen Bereich soweit abschneiden, wie man mag. Ich lasse gerne ordentlich was grünes dran, weil das m.E. einen kräftigen Geschmack gibt. Dann schneide ich die Stangen der Länge nach ein, ich setze also das Messer ca. einen Zentimeter hinter dem Wurzelansatz an, steche durch die Stange und ziehe das Messer komplett bis zum Ende durch. Dann eine viertel Drehung und das gleich noch mal. Damit kann man den Lausch ganz leicht, wie einen Pinsel waschen, weil halt doch immer gut Sand zwischen den Schichten ist und so geht der unter fließendem Wasser am besten ab. Danach dann quer dünne Streichen schneiden und erst mal auf Seite legen.

Wenn die Hälfte der Brühe verbraucht ist. dann gebe ich den klein geschnittenen Lauch dazu und rühre ihn unter den Reis. Das ist jetzt auch die Gelegenheit den Reis zu würzen. Ich nehme nur Salz und schwarzen Pfeffer. Denkt daran, dass eure Brühe oder euer Fond evtl. schon gesalzen ist!

Und weiter immer wieder etwas Brühe dazu geben. Wenn dreiviertel der Brühe verbraucht ist, könnt ihr den Reis immer wieder mal auf seine Bissfestigkeit probieren. Wir mögen ihn gerne al dente wer es mehr weich mag, der lässt den Reis halt länger kochen.

Das Fischfilet muss noch dazu

Kurz bevor der Reis den richtigen Biss hat, lege ich das Fischfilet einfach auf den Reis und lasse die einfach auf dem Reis garen. Bei gedünstetem Fisch ist es recht einfach zu sehen, wann er gar ist. Dann treten nämlich oben drauf kleine runde weiße Flecken auf, das ist das geronnene Eiweiß aus dem Fisch. Wenn das regelmäßig verteilt auf dem Filet der Fall ist, ist der Fisch gar. Auch kann man selber bestimmen, wie man es mag, nach Bedarf einfach länger köcheln lassen. Nur Achtung, ihr müsst dann auch immer für genügend Flüssigkeit sorgen, damit der Reis nicht anbrennt. Da kann man später auch klares Wasser nehmen und zwischen den Filets dazu gießen. Wenn man das Gericht regelmäßig kocht, bekommt man mit der Zeit ein Gefühl für das Verhältnis Reis, Wasser und Zeit.

Ja nach Fischart kann man den Fisch auch zum Schluss noch vorsichtig unterheben. Nur wenn das Filet sehr zart ist, dann wird das Ganze schnell zu einem einheitlichen Brei, das ändert zwar nichts am Geschmack, sieht aber vielleicht nicht so appetitlich aus.

Natürlich gibt es einen Weißwein oder auch einen Rosé dazu. obwohl wir Parmesan lieben, wird er bei diesem Gericht nicht serviert.

Bon appétit

Hackbällchen Sardellen Kapern Tomaten

Miriam hat das Gericht mal bei einer Freundin auf Sardinien gegessen und sich „damals“ das Rezept geben lassen. Leider hat sie das Rezept nicht mehr, konnte sich aber noch an die Zutaten und grob daran erinnern, wie das Gericht fertig aussah.

Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und auf unserer Premiere-Fahrt Samstag-Abend versucht das Gericht zu kochen. Leider habe ich keine Fotos gemacht, daher versuche ich hier jetzt nieder zuschreiben, was ich gemacht habe. Ich darf vorweg nehmen, dass sie begeistert war 😉

Zutaten

1 Glas Sardellen
1 Glas Kapern
1 Glas Tomatensoße (ungewürzt)
500 gr Hackfleisch
trockenes Brötchen oder Weißbrot
zwei große Zwiebeln
3 spitze Paprika
Salz
Pfeffer
Curcuma
Curry
Paprikapulver
Chilliflocken
2 Eier

Hackbällchen

Brötchen/Weißbrot in etwas Wasser einweichen. Sardellen in Stücke schneiden und beiseite stellen.

Hackfleisch, Eier, das ausgedrückte Brötchen, die Hälfte der Kapern und die Hälfte der Sardellen, die Eier, Gewürze in eine Schüssel geben und so gut verrühren, dass eine Art Teig ensteht.

Danach kleine Bällchen, mit ca. 3cm Durchmesser formen und in eine Pfanne mit Olivenöl geben und wie Frikadellen (Fleischpflanzerl) anbraten. Die müssen nicht durchgegart werden, da sie später noch in der Soße köcheln werden.

Gemüse und Soße bereiten

Während die Hackbällchen braten, kann die Soße vorbereitet werden.

Dazu werden die Zwiebeln geschält und grob gehackt. Die Paprika habe ich in schmale Streifen geschnitten. In einem Topf wieder Öl erhitzen und die Zwiebeln mit dem Paprika andünsten, wenn die Zwiebeln glasrig sind, dann die restlichen Kapern und Sardellen dazu und noch etwas mit dünsten. Pfeffer Salz und noch ein paar Gewürze insbesondere die Chilliflocken dazu und umrühren.

Nun kommt die Tomatensoße dazu und je nach Konsistenz noch etwas Wasser. Natürlich könnte man auch frische, in Würfel geschnittene Tomaten nehmen. Jedenfalls sollte das jetzt alles etwas köcheln, am besten mit Deckel.

Sobald die Hackbällchen das richtige Aussehen haben (außen nicht allzu dunkel aber trotzdem fest) kommen diese in die Soße und können da noch bis die Spaghetti fertig sind köcheln.

Guten Appetit!

Premiere!

Letztes Wochenende haben wir unsere Premiere mit dem neuen Campingbus gefeiert! Wir konnten ein langes Wochenende auf einem sehr schön gelegenen Campingplatz am Bayerischen Wald verbringen.

Eingeräumt

Mit dem Einräumen beginnt der Urlaub. Dann weiß man, bald geht’s los. So haben wir am Freitagnachmittag auch damit begonnen unseren Bus mit Leben zu füllen. Alt-bewerte Checklisten abarbeiten! Aber eigentlich fängt das schon am Vorabend an, wir beginnen damit, alles was auch dem Haushalt mitgenommen werden soll, wird auf den Esstisch gestellt. Die Kleidung, wenn auch keine großen Mengen für ein Wochenende, wird auf dem Sofa ausgebreitet, dann hat man den besseren Überblick. Am Morgen der Abreise kommt dann noch die Bettwäsche dazu. Kurz vor der Abreise wird dann alles im Bus verstaut. Das letzte ist dann der Inhalt des Kühlschrankes, der natürlich schon seit dem Morgen eingeschaltet ist.

Gewicht, Gewicht, Gewicht

Vor der Abfahrt geht es noch mal kurz auf die Waage, 3.440 kg. Das ist doch etwas mehr als ich dachte, erstaunlich, was das „Kleinzeug“ doch ausmacht. Da bleiben nur noch 60 kg, mir geht während der Fahrt durch den Kopf, was denn noch fehlt, wenn wir in den „großen Urlaub“ fahren. Eigentlich nicht viel, noch ca. 16 kg Motorradklamotten, die Füllung der zweiten Gasflasche, also 5 kg und die Anhängerstützlast, die ich immer noch nicht gemessen habe. Sollte aber nicht viel mehr als 30 kg haben. Könnte also klappen.

Allerdings habe ich noch einen Joker für den großen Urlaub, denn ich kann auf dem Anhänger zwei Alu-Kästen montieren. Die waren früher notwendig, da in unserem Transit nicht genügen Platz für alles war. Hier kann ich natürlich einiges auslagern, ohne die Stützlast merklich zu erhöhen, das ist nur eine Frage der Verteilung auf dem Anhänger.

Los geht die erste Fahrt

Wir nutzen unser Motorrad-Navisystem, calimoto auf meinem smartphone. Das lässt sich besser bedienen, als das eingebaute Navi im Fahrzeug. Außerdem komme ich mit der Bedienung besser zurecht und es lässt sich bei starkem Sonnenlicht viel besser ablesen. Ich habe es mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigt, dabei kann ich die selber Halterung benutzen, die ich auch am Motorrad zur Befestigung benutze.

Wir haben uns entschieden, dass wir erstmal „über Land“ fahren, weil am Freitag Nachmittag ist rund um München immer sehr viel Pendler-Verkehr und außerdem ist noch Urlaubszeit. Also schlagen wir uns „ins Gebüsch“ und fahren Richtung Nord Osten in Richtung Niederbayern erstmal bis Dingolfing.

Immer wieder erstaunlich, wie schön dieser Landstrich ist. Wenig befahrene Straßen, sanfte hügelige Landschaft und natürlich sehr landwirtschaftlich geprägt. Überall wird das Getreide geerntet und damit sich Mähdrescher und voll Trecker mit voll beladenden Anhängern das einzige Hindernis auf den Straßen. Gemütlich fahren wir mit 70 bis 90 km/h durch die Gegend und genießen die Fahrt. Der erste Tag einer Reise, egal ob Wochenende oder vier Wochen Urlaub, ist immer der schönste.

Mir gibt es die Gelegenheit das Fahrverhalten des Wagens zu „studieren“. Wie verhält er sich in den Kurven, wie oft muss ich in den sechs Gängen „rühren“ um die optimale Drehzahl zu bekommen. Knapp 3,5 Tonnen bewegen sich anders als ein Pkw, selbst unser Transit kam gerade mal auf 2 Tonnen. Der neue Campingbus schiebt mehr in die Kurven und den Berg runter. Ich merke auch den Nachlauf, der bei knapp sieben Meter Länge auch um einiges höher ist, als ich es gewöhnt bin.

Aber er fährt sich gut, er schaukelt nicht, er beschleunigt ausreichend und hat mit den 163 PS auch genügend Kraft die Anhöhen „zu erklimmen“. Zwar muss man dazu manchmal in den vierten Gang runterschalten aber das ist m.E. vollkommen ok. Es macht mir Spaß den Wagen zu fahren, wir sind uns dieses Wochenende „ein Stück näher gekommen“!

Ab Dingolfing haben wir die letzten Kilometer dann auch die Autobahn gewechselt, da hier die Landschaft eher langweilig ist und sehr stark mit Industrie durchzogen, sowie auch den Freitag-Feierabend Verkehr immer deutlicher zu spüren ist.

Ziel erreicht

Mit der Autobahn geht es über die Donau und danach Richtung Offenberg. Die Abfahrt Metten ist gesperrt, daher müssen wir eine Abfahrt später nehmen, können dadurch aber noch ein Stück Landschaft auf Nebenstraßen genießen. Wir erreichen den Bauernhof-Campingplatz über eine kleine, recht steile Straße und stellen unseren Bus auf dem Hof ab. Alles ist gut ausgeschrieben, in einem kleinen Anbau links befindet sich die Anmeldung. Der Schreibtisch ist leer, aber es gibt eine Klingel und der Inhaber lässt nicht lange auf sich warten. Recht unkompliziert nimmt er unseren Wunsch entgegen, mit dem Bus zwei Nächte auf seinem Platz verbringen zu wollen. Interessant finde wir die Methode der Datenerfassung, er bittet mich auf der Tastatur, die auf der Theke liegt meine Kontaktdaten selber einzutippen 😉 Das ist für mich, der beruflich Jahrzehnte lang eine Tastatur bedient hat kein Problem. Er fragt ob wir gleich zahlen wollen und kassiert 48 Euro ab, das ist völlig ok.

Miriam hatte zwei Wochen vor unserem Wochenende schon versucht einen Platz an einem der kleinen Seen in dieser Gegend zu bekommen, völlig ausgeschlossen und schon gar nicht „nur“ für ein Wochenende. Ihren email-Anfrage hier auf dem Kapfelberg wurde freundlich und kurz mit: „Sie können kommen!“ beantwortet. (Mit der Tastatur hat er es wohl nicht so!)

Er gibt uns eine kurz Einweisung auf einem Lageplan und lässt uns unseren Platz selber aussuchen. Wir fahren um das Hauptgebäude herum und sehen den in vier Terrassen angelegten Platz, bei denen die ersten zwei Terrassen einen sehr angenehmen Baumbestand haben, der schönen Schatten verspricht. Immerhin sind über 30 Grad Hitze angesagt. Wir suchen uns auf der zweiten Terrasse einen freien Platz aus und sehen zum ersten Mal die Aussicht. Man blickt von dort oben über die gesamte niederbayerische Ebene. Es heißt, bei Fönlage würde man sogar die Alpen sehen. Wir sehen sie nicht, aber es ist ja auch keine Fönlage und außerdem sehen wir die Alpen ja zuhause vom Balkon aus, passt also!

Sun-Downer

Es hat eine gewisse Tradition, dass wir bei Ankunft am Campingplatz zum späten Nachmittag einen „Sun-Downer“ genießen. Mit dem neuen Bus müssen wir wesentlich weniger räumen bevor das „Camping“ anfängt. Beim Transit war das erstmal Bett freiräumen, Hochstelldach aufklappen, Küchenutensilien einräumen, weil die während der Fahrt verstaut werden mussten und den Falt-Tisch montieren.

Im neuen Bus machen wir die Schiebetür auf, stellen den Tritthocker auf. Dann noch den Klapptisch (mit fester Platte) und die Campingstühle, fertig. In der Zeit hat Miriam schon den Aperol mit Zitrone, Eis und Weißwein angerichtet und Zack, wird es schon gemütlich.

Zwei Stunden später kam dann noch ein spektakulärer Sonnenuntergang dazu.

Das war der perfekte Abschluss unserer Anreise zum ersten Campingurlaub. Im nächsten Beitrag werde ich noch von der kleinen Wanderung am nächsten Tag berichten.

Moped auf dem Anhänger

Der Transport von Motorrädern auf Anhänger ist an sich schon nicht ganz einfach. Will man das Moped in einem Wohnmobil-Urlaub mitnehmen und hängt das Teil an ein Wohnmobil, ergeben sich noch ein paar zusätzliche Herausforderungen. In diesem Beitrag will ich von unseren Erfahrungen aus 8 Jahren reisen mit Campingbus und Motorrad-Anhänger berichten.

Sinn und Zweck

Es macht m.E. einen Unterschied, ob ich ein Motorrad auf dem Anhänger von A nach B transportiere, z.B. zu einer Rennveranstaltung oder ob ich es in den Camping-Urlaub mitnehme.

Denn letzteres bedeutet evtl. alle 3-4 Tage abladen und wieder aufladen, weil man den Standort wechseln will. Grundsätzlich muss man viel Spaß am Mopedfahren haben, dass man sich das antut. Naja ganz so schlimm ist es nicht, aber es macht schon Mühe. Vor allem sollte man die Be- und Entladung so einrichten, dass eine Person das alleine kann. Zwar reisen wir immer zu zweit, aber bei Ankunft auf dem Campingplatz mit einem Campingbus ist ja sowieso schon einiges zu tun und da will man sich die Arbeit insgesamt teilen. Außerdem kann es ja mal Situationen geben, in denen einer alleine auch dazu in der Lage sein muss.

Die Technik

Im Laufe der Zeit habe ich eine, zu mir passende Technik entwickelt wie die Be- und Entladung am einfachsten und schnellsten funktioniert. Ich habe vielleicht den Vorteil, dass ich mit 193 cm Körpergröße und einem Gewicht von ca. 105 kg einige Dinge mit Muskelkraft erledigen kann. Jeder muss sich eine Technik aneignen, die seiner Situation angepasst ist. Und natürlich werde ich mit zunehmenden Alter mich auch körperlich verändern und so evtl. die Technik meiner sich ändernden Situation anpassen 😉

Der KVP

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess, kurz KVP ist überall! Bei jedem Urlaub, ja sogar bei jedem Standortwechsel überlege ich, was ich besser machen könnte. Denn immer passieren einem kleine (und große) Missgeschicke, die einen antreiben darüber nachzudenken, sie in Zukunft zu vermeiden.

Meine Technik

  • Schritt 1: Anhänger an den Campingbus anhängen
  • Schritt 2: Auffahr-Schiene vom Hänger demontieren und hinten einhaken.
  • Schritt 3: Ausreichend dimensionierte Zurrbänder bereit legen.
  • Schritt 4: Moped in ca. 10 Meter hinter dem Hänger in Längsrichtung positionieren.
  • Schritt 5: Mit Anlauf und Schwung das Moped nun die Auffahr-Schiene hochschieben. Auch ich schaffe es in einem Zug nie bis nach ganz oben, aber zumindest soweit, dass die Mitte der Maschine über den Scheitelpunkt der Auffahr-Schiene hinausragt. Ich selber bin dann mit meinen Füßen noch auf dem Boden. WICHTIG! An diesem Punkt angekommen, unbedingt die Vorderradbremse ziehen.
  • Schritt 6: Nun besteige ich den Anhänger und schiebe das Moped mit Muskelkraft komplett auf den Hänger.
  • Schritt 7: Oben angekommen entsteht allerdings ein Problem. Man müsste jetzt ja die Zurrbänder befestigen, dazu benötigt man mindestens zwei Hände. Die halten aber ja das Moped noch in der Balance. Also braucht man nun entweder eine zweite Person oder einen entsprechende Vorrichtung, die es einem erlaubt, das Moped abzustellen und loszulassen.
  • Schritt 8: Moped auf den Seitenständer stellen und loslassen! Da ich einen Hänger habe, der kein Bodenbrett hat, sondern nur drei Schienen und darunter nichts, habe ich mir ein Brett genau an die Stelle montiert, an der der Seitenständer Halt braucht. So kann ich die Maschine auf dem Hänger abstellen und loslassen. Die Standfestigkeit da oben ist nicht optimal und gäbe es an Bord einen Sicherheitsbeauftragten, würde ich wahrscheinlich eine Abmahnung bekommen! Es ist auch unbedingt darauf zu achten, dass der Hänger gerade steht. Das ist auf Campingplätzen nicht immer ganz einfach. Es gehört zu den leidlichen (und manchmal schmerzlichen) Erfahrungen, dass man darauf tunlichst achten sollte.
  • Schritt 9: Nun gilt es die Zurrbänder in der richtigen Reihenfolge zu montieren. Zuerst das vordere Zurrband auf der Seite des Seitenständers (zumeist links) befestigen. Warum? Wenn ihr auf der rechten Seite anfangt und Zug auf das Band bringt, dann kippt euch das Moped entgegen und halten kann man 250 kg ab einem gewissen Winkel nicht mehr. Dann ist es besser man geht auf Seite. Also immer zu erst die linke Seite und da auch nicht fest anziehen, sonder nur befestigen, sodass die Ratsche das Band kneift. Am besten auch mal testen und das Moped auf die andere Seite drücken und prüfen, ob das Band hält und das Moped nicht zu stark auf die andere Seite kippt. Dann wechselt man die Seite und befestigt das vordere rechte Zurrband. Hier kann man dann schon etwas mehr anziehen, aber nicht zu fest. Wieder auf die andere Seite und das erste Band nun so fest spannen, dass die Kiste ungefähr senkrecht steht. Schweiß abwischen!
  • Schritt 10. Das „Bremsband“ befestigen. What the f… ist das? Hat man bei Physik in der Schule aufgepasst, dann kennt man das Gesetz der Trägheit der Masse. Die Zurrbänder halten das Moped nur seitlich und hindern es max. am Umkippen. Bei einem Bremsmanöver, und das kann man nicht vermeiden, drückt die Masse des Mopeds unweigerlich nach vorne und 250 kg entwickeln ein enorme kraft. Nun hat die Schiene, auf der die Maschine steht zwar vorne einen Haltebügel, in der das Vorderrad steht, aber glaubt mir, die hält gar nichts aus. Die ersten gemachten Erfahrungen haben das Teil schon mächtig verbogen, verlasst euch nicht darauf! Daher montiere ich schon seit Jahren ein Bremsband. Das lenkte ich vorne um die Stoßdämpfer unterhalb der Gabelbrücke und befestige es rechts und links ungefähr in der Mitte am Hänger. Dabei zurre ich das Band so lange, bis das Motorrad längs in der richtigen Position ist und damit die vorderen Bänder straff sind. Fast geschafft, evtl. noch mal Schweiß abtupfen 😉
  • Schritt 11: Hintere Befestigung. Hier habe ich auch Lehrgeld in Form von mehreren Sätzen Zurrbänder und einem abgerissenen Auspuff bezahlt. Wie schon erwähnt, sind da enorme Kräfte am Werk. Handelsübliche Motorräder haben keinen speziellen Haltepunkte oder -Vorrichtungen. Man sucht sich ein stabiles Teil irgendwo am Rahmen und versucht daran die Zurrbänder zu befestigen und mit dem Hänger zu verbinden. Dabei spannt man so lange, bis die hintern Stoßdämpfer fast am Anschlag sind.
    Und denkt das hält! Vergiss es! Zumindest bei meiner Maschine ist der Federweg hinten so groß und die Feder so stark, dass man das nicht schafft. Es bleibt immer ein Restfederweg übrig. Übrigens ist das eine KTM 1190 Adventure und die hat bauartbedingt einen großen Federweg und eine starke Feder.
    Was passiert? Man fährt mit dem Gespann über eine Landstraße und unvermittelt eröffnet sich eine tiefe Delle oder ein Schlagloch auf der Fahrbahn (in den südlichen Ländern Europas keine Seltenheit). Nach dem Campingbus taucht dann auch der Hänger mit der Maschine in das Schlagloch ein, das bringt das Moped dazu noch den Rest Federweg nach unten auszunutzen und entspannt damit die hinteren Zurrbänder. Bis jetzt noch alles gut! Aber nun hat die Feder diesen unwiderstehlichen Drang sich wieder in die ursprüngliche Position zu bewegen und zerrt mit aller Kraft an den Bändern und zerreißt diese. Ich habe immer stärkere Bänder gekauft, vergebens. Ich wollte am Schluss nun auch vermeiden, dass sich der Rahmen verzieht, auch wenn das vielleicht sehr unwahrscheinlich ist. Was mir übrigens auch schon passiert ist, das sich die Zurrbänder-Haken bei diesem (Eintauch)-Vorgang lösen. Die kurze Zeit der Entlastung können die Haken nutzen, um sich aus den Ösen am Hänger zu lösen. Das fällt einem dann immer erst auf, wenn man im nächsten Kreisverkehr mal kurz seinen Hänger zu sehen bekommt und einem dabei auffällt, dass da etwas rum-baumelt, dass so nicht dafür vorgesehen ist.

Die Problem-Lösung

Da das oben beschriebene nicht nur lästig, sondern auch gefährlich ist, habe ich mich im Internet nach alternativen Befestigungen umgesehen und etwas geniales gefunden:
TyerFix von ACEBIKES
https://www.acebikes.de/motorrad-spanngurte/tyrefix/

Damit wird nur das Hinterrad fixiert und der gesamte hintere Aufbau kann sich in der Federung frei bewegen. Seit ich das Teil habe, gab es nie mehr Probleme mit der Befestigung und den Gurten.

Ergänzung vom 12.08.2020

So sieht unser neues Gespann aus!

Mit dem Moped unterwegs

Besichtigen, Wandern und Baden

In meinem letzten Beitrag zu dem Thema, habe ich geschrieben, dass wir den Campingbus auf dem Platz stehen lasse und dann nach dem Frühstück Ausfahrten unternehmen. Nun mögen wir allerdings Städte besichtigen, in den Bergen wandern und auch mal im Meer baden.

Wie geht das denn jetzt zusammen, Moped fahren und eine Stadt oder Sehenswürdigkeit besichtigen? Klar, denken viele mit den Mopedklamotten und dem Helm unterm Arm bei über 30 Grad durch die Stadt laufen. Unbequeme Stiefel an, ja nee iss klar! Aber aufgemerkt, das manchen wir nur in Ausnahmen. Unserer Katy (KTM 1190 Adventure) hat den Vorteil großer Packtaschen und da sind dann immer kurze Hosen, Turn- oder Treckingschuhe drin, je nach Bedarf.

Dann wird sich vor Ort umgezogen, die Mopedklamotten in die Packtaschen verstaut, die Helme an das Lenkrad gekettet, fertig sind die Touries. Das klappt natürlich auch am Strand oder bei einer Wanderung. Man sollte keine großen Hemmungen haben, aber auch auf Stadtparkplätzen gab es bisher immer die Gelegenheit das Moped so zu parken, dass man dahinter die Hose ausziehen konnte ohne ein öffentliches Ärgernis zu erregen. Wenn wir in die Berge fahren und eine mehrstündige Wanderung machen, dann nehmen wir auch nicht die üblichen Motorradstiefel mit, sondern ziehen gleich die Bergschuhe an. Die gehen gut über die Knöchel und sind stabil, dass sie genügend Schutz für’s Mopedfahren bieten. Dabei spart man etwas Platz in den Packtaschen.

Picknick unterwegs

Mittags essen zu gehen, ist in südlichen Gefilden wenn überhaupt nur in Städten möglich. Und da auch oft nur in der auf Touristen spezialisierten Gastronomie, mit der entsprechenden Qualität.

Wir packen morgens nach dem Frühstück Schinken, Käse, Tomaten, Paprika und Brot ein, Wasser nicht vergessen. Suchen uns unterwegs einen schönen Platz im Freien, setzen uns ins Gras und genießen ein herrliches Picknick. Das geht natürlich auch wunderbar an einem Fluss, auf Kiesbänken und an abgelegenen Stränden. Aber auch auf Dorfplätzen in Bergdörfern kann man wunderbar seine Brotzeit auspacken und lernt manchmal auch noch nette Leute kennen. Da wir meistens zur Vor- oder Nachsaison unterwegs sind, ist auch immer wenig los. Natürlich kann man auch unterwegs seine Brotzeit einkaufen oder fehlendes ergänzen. Jeder kennt die Läden an der Straße oder die kleinen Geschäfte in den Ortschaften.

Mit dem Moped (zumindest mit unserem) kommt man dann manchmal auch an Plätze, die mit dem Auto und erst recht nicht mit dem Wohnmobil nicht erreichen kann.

Campingbus und Moped

Warum?

Naja das liegt daran, dass wir beide das Camping mit unseren alten Westfalia Camper (Transit Nugget 2004) lieben aber auch extrem gerne Moped fahren (KTM Adventure 1190, 2013). Beides wollen wir im Urlaub nicht missen!

An dieser Stelle muss ich erklären, dass ich diesen Text schon geschrieben hatte, bevor die Entscheidung für ein neues Wohnmobil gefallen ist. Das wird aber an der Art zu reisen für uns nichts ändern. Der Movano hat selbstverständlich eine Anhängerkupplung.

Was tun?

Damit wir beides im Urlaub genießen können, packen wir das Moped auf den Anhänger, hängen ihn an den Transit und ab die Post.

Zu beachten

Geschwindigkeit

Mit Anhänger fahren bedeutet Einschränkung bei der Reisegeschwindigkeit, das spielt bei unserer Art zu reisen eigentlich keine bedeutende Rolle.  Es gibt aber Kollegen, die auch mit ihrem Camper gerne schnell unterwegs sind und für die wäre das dann eine größere Einschränkung. Aber jedem das Seine, wir leben (fahren) jedenfalls nach dem Motto, der Weg ist das Ziel! Geschwindigkeit ist für uns also kein Problem. Außerdem kommen wir dann am Zielort mit dem Moped auf unsere (Geschwindigkeits-) Kosten.

Rüstzeiten

Auf- und Abbau ist natürlich mehr Aufwand. Das Moped muss auf den Hänger und dort vernünftig verzurrt werden. Auf dem Camping- oder Stellplatz angekommen, muss erst mal das Moped vom Hänger runter, bevor der Camper positioniert werden kann. Mit etwas Routine ist das aber in ca. 45 Minuten gemacht. Ich denke, wenn man ein Kanu auf dem Dach hat oder sein Motorboot auf dem Hänger, dürfte das ähnlich sein.

Abgesehen davon macht man dabei oft schon die ersten Bekanntschaften. Hilfsbereite Leute oder Moped-Interessierte sind immer schnell zur Stelle.

Großer Vorteil

Der Aktionradius

Mobil-Camper, je nach Größe des Gerätes haben ja das Problem, dass sie die Gegend nur mit ihrem Fahrzeug erkunden können. Das geht dann oft damit einher, dass alles abgebaut, eingeklappt oder weggesteckt werden muss. Vorzelte und ähnliches verbleiden dann auf dem Platz. Abends muss dann der Camper wieder so rangiert werden dass alles passt. Oder man ist auf der Durchreise, fährt also alle zwei Tage an einen anderen Ort. Wir nennen das Tingeln.

Anmerkung: Es geht uns hier nicht darum eine Abgrenzung zu schaffen, ein weiteres Segment hervorzuheben oder etwas besser als das andere darzustellen. Wir wollen nur erzählen, wie wir Urlaub machen und welche Vor- und Nachteile wir darin sehen. Andere, die vielleicht auch schon mal darüber nachgedacht haben so Urlaub zu machen, dabei helfen Entscheidungen zu treffen und Tipps zu geben.

Wir genießen es uns nach dem Frühstück aufs Moped zu setzen und die Gegend zu erkunden. Nachmittags kommt man zum Platz zurück, genießt ein kühles Bier und spricht über das Erlebte.

Sternfahrten so um die 200 Km vom Platz aus in der Umgebung ist so unser Standard. Meistens wird das so gestaltet, dass wir eine Rundtour machen. Allerdings fahren wir nicht nur in der Gegend herum. Wir haben immer ein Ziel, das wir auf einer solchen Tour ansteuern. Entweder eine Stadt, einen berühmten Ort, ein Kulturdenkmal, einen Berg oder den Strand.

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