Kategorie: Unsere Art zu Reisen

Einbruchsicherung

Wir haben uns lange Zeit keine Gedanken zum Thema Einbruchsicherung gemacht. In 15 Jahren Camping mit dem Transit, hatte wir nicht eine Situation, in der wir auch nur eine Andeutung eines Einbruchs hatten. Und wir haben regelmäßig auf Autobahn-Rastplätzen gehalten und den Wagen alleine gelassen. Oder auf Stadtparkplätzen und dann einen Rundgang gemacht. Vielleicht hatten wir bisher einfach nur Glück. Vielleicht war der Transit auch nicht attraktiv genug, einen Einbruch zu versuchen.

Da wir unser Glück nicht herausfordern wollen und wir jetzt vielleicht mehr Augenmerk auf uns lenken, haben wir uns mit dem Thema beschäftigt. Eine Alarmanlage einzubauen scheint uns trotzdem einen zu großen Aufwand. Allerdings wollen wir unsere Türen so sichern, dass der Zeitaufwand für den Einbrecher zu groß wird.

Lenkradschloss

Die Funktion kann ich gar nicht erklären, ich zeig euch einfach das Bild, das erklärt es auf jeden Fall.

Gekauft bei Obelink, nennt sich Pro Plus Lenkradschloss

Schiebetür

Hier habe ich mich für die einfache Variante entschieden. Es geht ja darum den Einbrecher daran zu hindern die Tür öffnen zu können, auch wenn er es geschafft hat das Schloss zu öffnen. Man kann dazu ein Zusatzschloss kaufen, dass verhindert, dass die Schiebetür aufgeht. Das Schloss muss in das Blech der Tür und den angrenzenden Rahmen montiert werden.

Ich habe mich für ein Diskusschloss an der Schiene entschlossen.

Fahrer- und Beifahrertür

Hier habe ich noch nichts gemacht, werde mich aber auch der einfachen Variante zuwenden und zwischen den Türen eine stabile Kette spannen, und somit den Einbrecher daran hindern, die Türen öffnen zu können.

Seitenfenster

Hier bin ich mir noch nicht sicher, ob und was ich dort mache. Mir gefällt die Idee mit dem Saugnapf, der von innen an der Scheibe montiert wird und somit verhindert, dass die Fenster aufgeklappt werden können. Jedenfalls möchte ich nichts von außen montieren.

Hecktüre

Hier werde ich keine Sicherung anbringen, denn ich komme von innen ja gar nicht an die Türen dran, weil die Rückwand vom Bett das verhindert.

Das führt aber auch dazu, dass ein Einbrecher, der die Hecktüre knack auch maximal in den „Keller“ kommt und nicht weiter. Dort liegt nichts von Wert, mal abgesehen von der Elektrik aber die ist ja hinter eine Wand und die kann er so leicht nicht entfernen.

Rundgang durch die Küche

ja, ja ich weiß, aber die Küche ist halt mein Lieblingsplatz im Bus und für alle die es interessiert, will ich euch heute mal auf einen Rundgang (Roomtour) durch meine Küche mitnehmen.

Ausstattung

„Reduce to the max!“ hatte ich auch schon mal erwähnt, aber im Bus ist das natürlich wegen Platz und Gewicht wichtig. Praktisch und greifbar muss das „Werkzeug“ zur Verfügung stehen. Ich versuche (und das auch zuhause) alles so anzubringen, dass ich nur eine Hand brauche um es nutzen zu können.

„Werkzeug“

  • Messer groß und scharf
  • Schneebesen
  • Messbecher
  • Abtropfsieb (damit die Nudeln vom Wasser getrennt werden)
  • Zange (zum Wenden von Fleisch, nicht nur auf dem Grill)
  • Holzkochlöffel (3 Stück)
  • Flaschenöffner
  • Reibe (hauptsächlich für Parmesan, aber auch für Obst und Gemüse)
  • Sparschäler (Tupper, best of)

Kochgeschirr

  • Holzbrett groß (ich brauche immer viel Platz)
  • Holzbrettchen mittel (für den Käse)
  • Holzbrettchen klein (fürs Frühstück)
  • Schüsseln (eben nicht nur für die Suppe, auch zur Vorbereitung)
  • Pfanne (Teflon, soll bald durch Stahlpfanne ersetzt werden
  • Tajine (das Teil bekommt einen eigenen Beitrag!)
  • Espressokanne (Edelstahl)
  • FANTAST Fleisch-Thermometer von ikea
  • Wasserkocher
  • Glasschüssel für Salat und sonstiges
  • Kochtöpfe (da haben wir wirklich schon einiges ausprobiert) Dieses Jahr haben wir uns ein Topfset Light 11-tlg. von Fritz Berger gekauft. Jahrelang hatten wir das klassischen Alu-Set, weil es eben praktisch und leicht ist. Aber Alu, das wollten wir nicht mehr mitessen. Danach hatten wir ein Set aus Edelstahl mit abnehmbarem Griff) die Mechanik hatte aber keinen Halt, sobald Fett am Topfrand war und da sich das ja nun nicht vermeiden lässt, wurde das Zeug entfernt. Das Set von Fritz Berger hat auch abnehmbare Griffe, aber mit einer anderen Mechanik und dir hält auch, wenn Fett am Rand ist.
    • Größeren Topf (Nudeln, Kartoffel, Suppe, Bolognese, etc.)
    • Mittleren und kleinerer Topf
    • Pfanne
    • Verschlussdeckel

Essgeschirr

Hier eigentlich nur klassisches, Flache Teller und Schüsseln (oben schon erwähnt). Unmengen Tassen und Gläser.

Essbesteck

Gabeln, Löffel, Messer (Wellenschliff), kleine Löffel

Vorratsbehälter

Jede Menge Plastikbehälter mit Deckel in verschiedenen Größen. Für unsere Brotzeit die wir mitnehmen, wenn wir Tagesausflüge mit dem Moped machen. Aber auch um Reste im Kühlschrank aufzubewahren. Im nächsten Urlaub werden wir mal Gläser mit Schraubdeckel testen, weil wir versuchen mehr und mehr Kunststoff zu vermeiden.

Trinkwasser

Da wir das Wasser aus den Kanistern generell nicht trinken, sondern nur zum Kochen benutzen, haben wir in der Vergangenheit immer Wasser in Plastikflaschen gekauft. Kein Pfand, leicht und einfach zu entsorgen. Wir sind sicher keine Öko’s aber trotzdem versuchen wir, da wo es möglich ist unseren Beitrag zu leisten. Hier werden im nächsten Urlaub (Mitte September, vier Wochen) mal Glasflaschen versuchen. Fast überall bekommt man gutes Trinkwasser aus dem Wasserhahn und die leeren Flaschen sind Weinflaschen mit Glasstopfen. Die benutzen wir zuhause auch und die sind sehr praktisch. Klar sind die schwerer und Glas kann böse Scherben geben, die man im Bus nicht haben will aber wir werden es versuchen. Für die Mopedtouren haben wir schon seit letztes Jahr eine 800ml Metallflasche von „klean kanteen

Die habe ich auch auf meinen Geschäftsreisen dabei, kann ich nur empfehlen.

Gewürze und Zutaten

Für die Trockengewürze habe ich mir dieses Jahr kleine Metalldosen mit Deckel gekauft, für zuhause und für den Bus. Damit bin ich sehr zufrieden. Vor allem sind die Licht undurchlässig, das ist gut für die Gewürze. Handmühle für Pfeffer und grobes Salz.

  • Curry
  • Curcuma
  • Kreuzkümmel
  • Kümmel ganz
  • Paprika
  • Chilliflocken
  • Oregano
  • Zimt

Vorrat (haltbar

  • Rote Linsen
  • Kichererbsen
  • couscous
  • Hirse
  • Bulgur
  • Vollkorn-Reis Basmati
  • Carnaroli-Reis (für Risotto)

Kaufe ich übrigens alles bei Reishunger, weil es dort auch 1 kg Vorratspackungen gibt, kann ich nur empfehlen.

Premiere!

Letztes Wochenende haben wir unsere Premiere mit dem neuen Campingbus gefeiert! Wir konnten ein langes Wochenende auf einem sehr schön gelegenen Campingplatz am Bayerischen Wald verbringen.

Eingeräumt

Mit dem Einräumen beginnt der Urlaub. Dann weiß man, bald geht’s los. So haben wir am Freitagnachmittag auch damit begonnen unseren Bus mit Leben zu füllen. Alt-bewerte Checklisten abarbeiten! Aber eigentlich fängt das schon am Vorabend an, wir beginnen damit, alles was auch dem Haushalt mitgenommen werden soll, wird auf den Esstisch gestellt. Die Kleidung, wenn auch keine großen Mengen für ein Wochenende, wird auf dem Sofa ausgebreitet, dann hat man den besseren Überblick. Am Morgen der Abreise kommt dann noch die Bettwäsche dazu. Kurz vor der Abreise wird dann alles im Bus verstaut. Das letzte ist dann der Inhalt des Kühlschrankes, der natürlich schon seit dem Morgen eingeschaltet ist.

Gewicht, Gewicht, Gewicht

Vor der Abfahrt geht es noch mal kurz auf die Waage, 3.440 kg. Das ist doch etwas mehr als ich dachte, erstaunlich, was das „Kleinzeug“ doch ausmacht. Da bleiben nur noch 60 kg, mir geht während der Fahrt durch den Kopf, was denn noch fehlt, wenn wir in den „großen Urlaub“ fahren. Eigentlich nicht viel, noch ca. 16 kg Motorradklamotten, die Füllung der zweiten Gasflasche, also 5 kg und die Anhängerstützlast, die ich immer noch nicht gemessen habe. Sollte aber nicht viel mehr als 30 kg haben. Könnte also klappen.

Allerdings habe ich noch einen Joker für den großen Urlaub, denn ich kann auf dem Anhänger zwei Alu-Kästen montieren. Die waren früher notwendig, da in unserem Transit nicht genügen Platz für alles war. Hier kann ich natürlich einiges auslagern, ohne die Stützlast merklich zu erhöhen, das ist nur eine Frage der Verteilung auf dem Anhänger.

Los geht die erste Fahrt

Wir nutzen unser Motorrad-Navisystem, calimoto auf meinem smartphone. Das lässt sich besser bedienen, als das eingebaute Navi im Fahrzeug. Außerdem komme ich mit der Bedienung besser zurecht und es lässt sich bei starkem Sonnenlicht viel besser ablesen. Ich habe es mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigt, dabei kann ich die selber Halterung benutzen, die ich auch am Motorrad zur Befestigung benutze.

Wir haben uns entschieden, dass wir erstmal „über Land“ fahren, weil am Freitag Nachmittag ist rund um München immer sehr viel Pendler-Verkehr und außerdem ist noch Urlaubszeit. Also schlagen wir uns „ins Gebüsch“ und fahren Richtung Nord Osten in Richtung Niederbayern erstmal bis Dingolfing.

Immer wieder erstaunlich, wie schön dieser Landstrich ist. Wenig befahrene Straßen, sanfte hügelige Landschaft und natürlich sehr landwirtschaftlich geprägt. Überall wird das Getreide geerntet und damit sich Mähdrescher und voll Trecker mit voll beladenden Anhängern das einzige Hindernis auf den Straßen. Gemütlich fahren wir mit 70 bis 90 km/h durch die Gegend und genießen die Fahrt. Der erste Tag einer Reise, egal ob Wochenende oder vier Wochen Urlaub, ist immer der schönste.

Mir gibt es die Gelegenheit das Fahrverhalten des Wagens zu „studieren“. Wie verhält er sich in den Kurven, wie oft muss ich in den sechs Gängen „rühren“ um die optimale Drehzahl zu bekommen. Knapp 3,5 Tonnen bewegen sich anders als ein Pkw, selbst unser Transit kam gerade mal auf 2 Tonnen. Der neue Campingbus schiebt mehr in die Kurven und den Berg runter. Ich merke auch den Nachlauf, der bei knapp sieben Meter Länge auch um einiges höher ist, als ich es gewöhnt bin.

Aber er fährt sich gut, er schaukelt nicht, er beschleunigt ausreichend und hat mit den 163 PS auch genügend Kraft die Anhöhen „zu erklimmen“. Zwar muss man dazu manchmal in den vierten Gang runterschalten aber das ist m.E. vollkommen ok. Es macht mir Spaß den Wagen zu fahren, wir sind uns dieses Wochenende „ein Stück näher gekommen“!

Ab Dingolfing haben wir die letzten Kilometer dann auch die Autobahn gewechselt, da hier die Landschaft eher langweilig ist und sehr stark mit Industrie durchzogen, sowie auch den Freitag-Feierabend Verkehr immer deutlicher zu spüren ist.

Ziel erreicht

Mit der Autobahn geht es über die Donau und danach Richtung Offenberg. Die Abfahrt Metten ist gesperrt, daher müssen wir eine Abfahrt später nehmen, können dadurch aber noch ein Stück Landschaft auf Nebenstraßen genießen. Wir erreichen den Bauernhof-Campingplatz über eine kleine, recht steile Straße und stellen unseren Bus auf dem Hof ab. Alles ist gut ausgeschrieben, in einem kleinen Anbau links befindet sich die Anmeldung. Der Schreibtisch ist leer, aber es gibt eine Klingel und der Inhaber lässt nicht lange auf sich warten. Recht unkompliziert nimmt er unseren Wunsch entgegen, mit dem Bus zwei Nächte auf seinem Platz verbringen zu wollen. Interessant finde wir die Methode der Datenerfassung, er bittet mich auf der Tastatur, die auf der Theke liegt meine Kontaktdaten selber einzutippen 😉 Das ist für mich, der beruflich Jahrzehnte lang eine Tastatur bedient hat kein Problem. Er fragt ob wir gleich zahlen wollen und kassiert 48 Euro ab, das ist völlig ok.

Miriam hatte zwei Wochen vor unserem Wochenende schon versucht einen Platz an einem der kleinen Seen in dieser Gegend zu bekommen, völlig ausgeschlossen und schon gar nicht „nur“ für ein Wochenende. Ihren email-Anfrage hier auf dem Kapfelberg wurde freundlich und kurz mit: „Sie können kommen!“ beantwortet. (Mit der Tastatur hat er es wohl nicht so!)

Er gibt uns eine kurz Einweisung auf einem Lageplan und lässt uns unseren Platz selber aussuchen. Wir fahren um das Hauptgebäude herum und sehen den in vier Terrassen angelegten Platz, bei denen die ersten zwei Terrassen einen sehr angenehmen Baumbestand haben, der schönen Schatten verspricht. Immerhin sind über 30 Grad Hitze angesagt. Wir suchen uns auf der zweiten Terrasse einen freien Platz aus und sehen zum ersten Mal die Aussicht. Man blickt von dort oben über die gesamte niederbayerische Ebene. Es heißt, bei Fönlage würde man sogar die Alpen sehen. Wir sehen sie nicht, aber es ist ja auch keine Fönlage und außerdem sehen wir die Alpen ja zuhause vom Balkon aus, passt also!

Sun-Downer

Es hat eine gewisse Tradition, dass wir bei Ankunft am Campingplatz zum späten Nachmittag einen „Sun-Downer“ genießen. Mit dem neuen Bus müssen wir wesentlich weniger räumen bevor das „Camping“ anfängt. Beim Transit war das erstmal Bett freiräumen, Hochstelldach aufklappen, Küchenutensilien einräumen, weil die während der Fahrt verstaut werden mussten und den Falt-Tisch montieren.

Im neuen Bus machen wir die Schiebetür auf, stellen den Tritthocker auf. Dann noch den Klapptisch (mit fester Platte) und die Campingstühle, fertig. In der Zeit hat Miriam schon den Aperol mit Zitrone, Eis und Weißwein angerichtet und Zack, wird es schon gemütlich.

Zwei Stunden später kam dann noch ein spektakulärer Sonnenuntergang dazu.

Das war der perfekte Abschluss unserer Anreise zum ersten Campingurlaub. Im nächsten Beitrag werde ich noch von der kleinen Wanderung am nächsten Tag berichten.

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