Wohnmobil- und Motorrad-Reiseblog

Schlagwort: Heizung

Heizungsrohre verlegt

Als (fast) letzte Aktion habe ich nun die Heizungsrohre verlegt. Eigentlich wollte ich nur einen Auslass unterhalb des Kühlschrankes machen. Später kam dann die Überlegung dazu, dass wir bei kaltem Wetter im Bus ja nur vorne im Fahrerhaus sitzen können. Der ist nicht sonderlich isoliert und bevor die warme Luft von hinten auch das Fahrerhaus erreicht, ist wie wahrscheinlich kalt. Also haben wir uns entschieden, ein Rohr bis ganz nach vorne zu verlegen und das so zu gestalten, dass wir die warme Luft direkt auf unsere Füße lenken, also zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Am besten ihr schaut euch die Fotos an:

Das war jetzt die Montage, in den nächsten Bildern könnt ihr die Verkleidung unter den Schubladen sehen:

Und hier noch zwei Bilder mit ausgezogenem Rohr, dass die warme Luft nach vorne leitet.

Heizung „Auspuff“ umgebaut

Wie bereits beschrieben, war die Werkstatt mit der Montage der Heizung zufrieden, allerdings mit einer Einschränkung, das Abgasrohr!

Ich hatte für das Abgasrohr ein Loch in den Fahrzeuigboden gebohrt, das gerade so groß war, dass das Abgasrohr hindurch passte. Von unten hatte ich dann zum Rostschutz Unterbodenschutz rund um die Öffnung gestrichen. Unterbodenschutz ist eigentlich Bitumen und der schmilzt, bzw. entzündet sich. Daher sollte ich das Loch vergrößern, ein Rohr einsetzen und das Abgasrohr hindurchführen.

Also habe ich das getan, allerdings hatte ich beim Einbau der Heizung nicht unbedingt daran gedacht, dass ich das Teil sobald wieder demontieren muss. Den Kasten in dem die Heizung verbaut ist hatte ich mit Winkel am Fahrzeugboden befestigt und da ich mittlerweile den Fußboden verlegt habe, waren die Winkel unter dem Holz verborgen. Das gestaltete die Demontage der Heizung und des Sockels etwas schwieriger, aber es ging.

Wenn man keinen konischen Bohrer hat, ist es recht schwierig ein Loch um ein paar Millimeter zu erweitern. Zwar hatte ich einen passenden Lochbohrer aber der ist mit einem Zentrierbohrer versehen und den kann man nur benutzen, wenn da noch kein Loch ist. Ich habe mich dann entschlossen für die Erweiterung mit einem 4mm Metallbohrer das Material zu schwächen und dann mit einer Schloss-Feile das Loch zu vergrößern. Auf schönes Aussehen brauchte ich ja nicht zu achten, es musste nur groß genug sein, damit das Rohr reinpasste.

Das Rohr ist übrigens ein Verbindungsstück für 1 1/4 Zoll Wasserrohr.

Dann habe ich das Rohr eingesetzt, eigentlich habe ich es mit dem Gewinde eingeschraubt und damit hatte das Teil auch gleich einen guten Halt. Danach das Abgasrohr von unten wieder nach oben geholt und die Montage der Heizung konnte wieder beginnen.

Danach ist wieder alles so, als wenn nichts gewesen wäre. Ich hoffe das ich damit das „gelbe Heft“ bekomme. Ich werde berichten.

Gasleitung verlegt

Gestern habe ich unseren Movano von der Werkstatt geholt. Ich hatte mich ja entschlossen die Installation der Gasanlage von einem Spezialisten machen zu lassen. Die Erstabnahme einer Gasanlage in einem Wohnmobil macht nicht der TÜV bei der Abnahme zum Wohnmobil, sondern muss von einem Fachmann vorgenommen werden. Man findet diese Spezialisten auf dieser Webseite: https://gaspruefung-wohnwagen-wohnmobile.de/

Dort kann man die Postleitzahl eingeben und sieht so, wo in der Nähe eine entsprechende Werkstatt ist. Leider macht keine der Werkstätten, zumindest nicht in meiner Nähe eine Installationen, sondern „nur“ die Abnahme. Ich habe mich dann für eine Werkstatt entschieden, die sich grundsätzlich mit der Reparatur von Wohnmobilen aller Art beschäftigt:

Vorweg genommen, bin ich mit dem Service und der Arbeit von Vogl sehr zufrieden. Innerhalb eines Tages war die Arbeit getan. Allerdings ergab sich durch mein Verschulden ein Problem. Ich hatte den Ausgang des Auspuffs von unten mit Unterbodenschutz bestrichen, um den gebohrten Löchern einen Rostschutz zu geben. Unterbodenschutz ist aber Bitumen und der ist nicht hitzebeständig. Beim Probelauf stellt Vogl fest, dass da „unter dem Fahrzeug etwas tropft“. Der Auspuff brachte den Bitumen zum Schmelzen!!! Dabei entsteht eine gewisse Brenngefahr und der Gas-Spezialist wollte mir daher keine Erstabnahme geben. Da ich grundsätzlich auch ein vorsichtiger Mensch bin, kann ich das sehr gut nachvollziehen.

Nach seiner Empfehlung sollte ich den Bitumen entfernen und anstatt dessen eine Muffe für die Rohrführung anbringen. Also das Loch im Boden vergrößern und ein kurzes Metallrohr einsetzen. Von oben und von unten dann eine Scheibe aufsetzen und alles mit Rostschutzfarbe versiegeln. Das Auspuffrohr kann dann durch das Rohrstück nach außen geführt werden und es besteht keine Gefahr mehr.

Ich soll das Fahrzeug dann nur noch mal vorführen und dann bekomme ich das gelbe Heft mit der Abnahme.

Die Rohrverlegung

Für die Befestigung der Rohre hatte ich extra Bretter verlegt und die wurden auch gut genutzt. Aus dem Gaskasten kommt ein Rohr raus und führt unterhalb des Bettes Richtung Küche. Dort unter dem Kühlschrank entlang bis zum Kochfeld.

Dort ist dann erstmal der Verteiler mit zwei Absperrhähnen, einen für das Kochfeld und einen für die Heizung. Es geht also von hier mit einem Rohr nach zurück nach hinten zur Heizung und mit einem Rohr weiter zum Kochfeld. Am besten ihr schaut euch die nachfolgenden Bilder an.

Heizungsmontage

Bisher hatte ich in Sachen Heizung nur erklärt, dass wir uns für eine reine Gasheizung entschieden haben http://jukiwuki.com/tag/heizung

Hier will ich euch mal etwas mehr über die Heizung erzählen. Die Propex wird in Frankreich hergestellt und hat eine europäische Zulassung und ein CE Kennzeichen. Die Installation wird vom TÜV abgenommen.

Ich habe meine Propex bei „Serial-Kombi“ gekauft.

Bei der Montage wurde allerdings festgestellt, dass der mitgelieferte Anschluss-Adapter für die Montage eines Gasschlauches ausgelegt ist. In Deutschland ist das allerdings nicht erlaubt. Die Heizung, wie alle Gasverbraucher muss an ein starres Rohr angeschlossen werden. Nach Rückfrage bei Serial-Kombi stellte sich dann heraus, dass ich den passenden Adapter hätte extra dazu kaufen müssen.

Leider hatte Serial-Kombi vergessen das entsprechend anzugeben. Sie haben dann allerdings sehr kulant den passenden Adapter kostenlos nachgeliefert. Vielen Dank!

Einbau des „Heizungskellers“

Der „Heizungskeller“ sollte ursprünglich mal auf der rechten Seite des Fahrzeuges erfolgen, da die Montage der elektrischen Anlage dann aber doch „etwas“ größer geriet, habe ich mich dann für die linke Seite entschieden. Das hat sich dann auch als sehr praktisch herausgestellt.

Hinten links befindet sich ja auch der Gaskasten und direkt davor, neben dem Radkasten habe ich nun die Heizung montiert. Da ist genügend Platz und die Nähe zum Gaskasten ist auch sehr praktisch. Wir hätten sonst eine Gasleitung auf die andere Seite des Fahrzeuges montieren müssen.

Wohin mit den Abgasen?

Natürlich müssen die Abgase der Heizung nach draußen geleitet werden. Auf den Bildern oben seht ihr zwei dünne Schläuche, der silberne ist der Abgas-Schlauch. Da ich die Montage neben dem Radkasten vorgenommen habe, ist unter der Heizung natürlich die Hinterachse. In unserem Fall, wegen Heckantrieb die Antriebswelle! Der Bereich ist nicht nur schlecht zugängig sondern auch noch etwas dif­fi­zil. Erschwerend hinzu kam noch, dass da längs zum Fahrzeug eine Fahrgestell-Strebe verläuft. Somit blieb nur ein schmaler Korridor für die Abgasleitung.

Unglücklicherweise ist das Anschlussrohr an der Heizung nicht zentriert, sondern seitlich montiert UND natürlich auf der falschen Seite (zumindest für meine Montage). Daher konnte ich die Heizung nicht direkt auf dem Wagenboden montieren, sondern musste den Abgasschlauch etwas umlenken. Für diese „Umlenkung“ musste ich die Heizung auf einen 100mm hohen Sockel stellen.

Auf dem Bild kann man die Umlenkung des Abgasrohres erkennen. Rechts ist der Radkasten, die Heizung liegt auf dem Rücken. Das zweite schwarze Loch ist für die Verbrennerfrischluftzufuhr, ein schwarzer Schlauch, der natürlich auch nach außen verlegt werden muss.

Nach erfolgter Montage, sieht man auf dem nachfolgenden Bild, wie die Heizung auf „den Sockel“ gestellt wurde.

Jetzt sollte das Ganze noch verkleidet werden und einen Deckel bekommen. Da ich mir die Bodenisolierung unterhalb der Heizung sparen kann, wird die Verkleidung direkt auf den Metallboden montiert.

„Auspuff“ und „Ansaugrohr“

Wie sieht das Ganze denn jetzt unter dem Fahrzeug aus? Wie schon gesagt, ist da unten ein ganz schönes Gedränge, aber irgendwie ist es mir gelungen, die beiden Rohre zu verlegen. Natürlich muss der Ausgang des Abgasrohres weit entfernt vom Ansaugrohr sein, also zeigt der Auspuff nach vorne und das Ansaugrohr nach hinten.

Nun sollte für die Erstabnahme alles klar sein.

Gaskasten

Obwohl wir nur zwei Gas-Verbraucher haben (Kochfeld und Heizung), habe ich mich entschieden zwei 5 Liter Flaschen Platz zu geben. Bei längeren Fahrten im Ausland ist etwas Vorrat immer gut. Ein LPG System zum Nachfüllen war auch kurz im Gespräch, wurde aber wegen der Kosten und des Gewichtes dann wieder verworfen.

Der fertig montierte Gaskasten

Den Gaskasten habe ich selber gebaut, wieder nach dem Prinzip Rahmen aus Holzleisten und mit dünnen Holzplatten verkleidet. In diesem Fall 30mm x 40mm Holzleisten und 6mm Pappelsperrholz. Bevor ich die Platten auf den Leisten verschraubt habe, gab es einen dicken Streifen Silikon (anstatt Leim). Der sorgt dafür, dass der Kasten rundherum dicht ist. Überall quillt das Silikon raus, was mir zeigt, dass es sich gut verteilt hat.

Das Teil bietet Platz für zwei 5 Liter Gasflaschen und hat an der breiten Seite eine Tür, die nach oben hochgeklappt werden kann. Und natürlich das vorgeschriebenen Loch im Boden. Hierfür habe ich einen vorgefertigten Einsatz gekauft.

Ich erspare es mir jetzt, hier die ganzen gesetzlichen Vorschriften aufzulisten, das haben andere schon zu Genüge getan.

Die gesamte Gasanlage, also das Verlegen und Anschließen der Leitungen lasse ich von einem Fachmann machen, der mir auch gleichzeitig die Abnahmen erteilt, die der TÜV sehen will.

Als nächstes kommt dann die Heizung, die wird in Fahrtrichtung vor dem Gaskasten, gleich neben dem Radkasten montiert. Auf den folgenden Bildern sieht man die schon gebohrten Löcher (hoffentlich die letzten) und Luftzufuhr sowie den Abgasschlauch. Mehr dazu natürlich in einem eigenen Block.

Heizung

Obwohl wir in 15 Jahren Camping mit dem Transit Nugget dessen Standheizung so gut wie nie genutzt haben, haben wir uns dazu entschlossen, in den Movano eine Heizung einzubauen. Übrigens hatte sich die Diesel-Standheizung im Transit auch wegen der geringen Nutzung nach ca. 6 Jahren verabschiedet. Vermutlich verrostet. Man sollte seine Standheizung auf jeden Fall einmal im Monat in Betrieb nehmen.

Jedenfalls ist die Entscheidung, in den Movano eine Heizung einzubauen gefallen, weil wir mit den zukünftig längeren Touren sicher auch mal zu Jahreszeiten unterwegs sein werden, in denen eine Heizung recht nützlich sein wird.

Gas oder Diesel

Da war zuerst mal die Entscheidung zwischen Gas oder Diesel. Eigentlich hätte ich ja gerne eine rein elektrische Heizung gehabt, geht aber nicht, wenn man ohne externe Stromversorgung ist, so hat mir der Elektriker meines Vertrauens versichert.

Diesel hätte zur Folge, dass ich den Tank des Movanos hätte anzapfen müssen und das war mir irgendwie suspekt. Manche mögen sagen, ist doch überhaupt kein Problem, für mich aber schon. Erklären kann ich das natürlich nicht. Also war relativ schnell klar, es wird eine Gasheizung. Nachdem mich die Marktführer (Webast und Truma) preislich abgeschreckt hatten, fiel mein Augenmerk auf Propex.

Propex HS 2000

Deren HS2000 scheint mir eine echte Alternative zu sein. Den Kaufpreis von 600 € finde ich angemessen. Die Berichte im Internet geben mir die Zuversicht, eine gute Wahl getroffen zu haben.

Noch mal angemerkt, wir wollen kein Wintercamping machen und werden St. Petersburg auch nicht im Januar anfahren! Wir wollen im Herbst morgens bei 3 Grad einen etwas temperierten Wohnraum haben.

Sobald ich das Teil montiert habe, werde ich hier in einem weiteren Beitrag berichten.

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