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Schubladen-Verschluss

Der TÜV will natürlich sehen, dass die Schubladen gesichert sind, damit sie während der Fahrt nicht aufgehen. Da ich nicht die üblichen Druckknöpfe haben wollte, habe ich mich auf der letzten f.r.e.e Messe in München von einer Idee inspirieren lassen, die mir sehr gut gefallen hat. Etwas schwierig zu beschreiben, aber ich versuche es. Es gibt von LAMP eine Verschlusstechnik, die normalerweise hinter einer Klapptür so montiert wird. Dazu muss allerdings die Möglichkeit bestehen, dass man mit den Fingern hinter die Klappe greifen kann, um den Schnapper zu öffnen. Bei unseren Schubladen ist das durch die geschlossene Front aber nicht möglich. Die Idee ist, dass ein Lederstreifen an dem Schnappergriff befestigt wird, der wiederum durch die Schubladenfront nach vorne geschoben wird. Wenn man nun an dem Lederstreifen zieht, dann bewegt das den Schnapper und die Tür wird entriegelt und gleichzeitig kann damit auch die Schubladen herausgezogen werden. Soweit die Theorie! Ich habe mir also eine Bezugsquelle im Internet gesucht und wurde bei NauticArt fündig.

Hier das Ergebnis:

Das Gegenstück am Schrank

Leider konnte ich die mitgelieferten Metallwinkel nicht benutzen, bedingt durch die spezielle Bauweise musste ich mir dazu auch was einfallen lassen. Ein Aluwinkel entsprechend zugesägt und montiert. Funktioniert sehr gut, ob sich die gesamte Mimik auch in der Praxis dauerhaft bewehren wird, bliebt abzuwarten. Wir werden sie jedenfalls einem ausgiebigen Dauertest unterziehen 😉

Fronten für die Schubladen

Dieses Wochenende habe ich mich mit den Fronten der Schubladen beschäftigt. Die Idee ist ja, Rahmen aus Nadelholz zu bauen und innen eine Holzplatte einzusetzen. Die Holzplatte aus 6mm Pappelholz soll rot gestrichen werden.

Soweit die Theorie

Dank meines Holzvorrates habe ich genügend Auswahl, also erstmal die groben Bretter zuschneiden, besäumen und kürzen. Dann durch den Hobel jagen und auf 15mm Stärke bringen.

In die Bretter wurde dann mit einer Nut von 5x5mm gefräst, darin wird später das Pappelsperrholz-Brett eingesetzt.

Die Hauptaufgabe bestand allerdings darin, die Fronten an den Schubladen zu montieren. Wobei die Montage selber nicht das Problem ist, sondern die Ausrichtung, also das das später alles gut aussieht. Dazu habe ich die Rahmenbretter alle ca. 5mm breiter als notwendig gesägt. In der „Übergröße“ habe ich die Rahmen geleimt und grob an die Schubladen geklemmt.

Es fehlen natürlich noch die Einlagebretter

Auf den Fotos kann man schon das richtige Spaltmaß erkennen. Das habe ich übrigens mit Spielkarten gemessen! Ja, richtig gelesen, Spielkarten. Die sind sehr gut dafür geeignet Abstände korrekt zu definieren. Benutze ich schon lange um einen konkreten Abstand zu bestimmen. Vier Spielkarten ergeben genau 4mm, kann ich nur empfehlen. Alse das vertikale Spaltmaß beträgt genau 11 Spielkarten!

So befestigt habe ich dann von links angefangen die Rahmen mit den Schubladen verschraubt.

Und dann von rechts nach links Schublade für Schublade ausgerichtet.

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