Wohnmobil- und Motorrad-Reisen

Schlagwort: Reisen

Mit dem Moped unterwegs

Besichtigen, Wandern und Baden

In meinem letzten Beitrag zu dem Thema, habe ich geschrieben, dass wir den Campingbus auf dem Platz stehen lasse und dann nach dem Frühstück Ausfahrten unternehmen. Nun mögen wir allerdings Städte besichtigen, in den Bergen wandern und auch mal im Meer baden.

Wie geht das denn jetzt zusammen, Moped fahren und eine Stadt oder Sehenswürdigkeit besichtigen? Klar, denken viele mit den Mopedklamotten und dem Helm unterm Arm bei über 30 Grad durch die Stadt laufen. Unbequeme Stiefel an, ja nee iss klar! Aber aufgemerkt, das manchen wir nur in Ausnahmen. Unserer Katy (KTM 1190 Adventure) hat den Vorteil großer Packtaschen und da sind dann immer kurze Hosen, Turn- oder Treckingschuhe drin, je nach Bedarf.

Dann wird sich vor Ort umgezogen, die Mopedklamotten in die Packtaschen verstaut, die Helme an das Lenkrad gekettet, fertig sind die Touries. Das klappt natürlich auch am Strand oder bei einer Wanderung. Man sollte keine großen Hemmungen haben, aber auch auf Stadtparkplätzen gab es bisher immer die Gelegenheit das Moped so zu parken, dass man dahinter die Hose ausziehen konnte ohne ein öffentliches Ärgernis zu erregen. Wenn wir in die Berge fahren und eine mehrstündige Wanderung machen, dann nehmen wir auch nicht die üblichen Motorradstiefel mit, sondern ziehen gleich die Bergschuhe an. Die gehen gut über die Knöchel und sind stabil, dass sie genügend Schutz für’s Mopedfahren bieten. Dabei spart man etwas Platz in den Packtaschen.

Picknick unterwegs

Mittags essen zu gehen, ist in südlichen Gefilden wenn überhaupt nur in Städten möglich. Und da auch oft nur in der auf Touristen spezialisierten Gastronomie, mit der entsprechenden Qualität.

Wir packen morgens nach dem Frühstück Schinken, Käse, Tomaten, Paprika und Brot ein, Wasser nicht vergessen. Suchen uns unterwegs einen schönen Platz im Freien, setzen uns ins Gras und genießen ein herrliches Picknick. Das geht natürlich auch wunderbar an einem Fluss, auf Kiesbänken und an abgelegenen Stränden. Aber auch auf Dorfplätzen in Bergdörfern kann man wunderbar seine Brotzeit auspacken und lernt manchmal auch noch nette Leute kennen. Da wir meistens zur Vor- oder Nachsaison unterwegs sind, ist auch immer wenig los. Natürlich kann man auch unterwegs seine Brotzeit einkaufen oder fehlendes ergänzen. Jeder kennt die Läden an der Straße oder die kleinen Geschäfte in den Ortschaften.

Mit dem Moped (zumindest mit unserem) kommt man dann manchmal auch an Plätze, die mit dem Auto und erst recht nicht mit dem Wohnmobil nicht erreichen kann.

Campingbus und Moped

Warum?

Naja das liegt daran, dass wir beide das Camping mit unseren alten Westfalia Camper (Transit Nugget 2004) lieben aber auch extrem gerne Moped fahren (KTM Adventure 1190, 2013). Beides wollen wir im Urlaub nicht missen!

An dieser Stelle muss ich erklären, dass ich diesen Text schon geschrieben hatte, bevor die Entscheidung für ein neues Wohnmobil gefallen ist. Das wird aber an der Art zu reisen für uns nichts ändern. Der Movano hat selbstverständlich eine Anhängerkupplung.

Was tun?

Damit wir beides im Urlaub genießen können, packen wir das Moped auf den Anhänger, hängen ihn an den Transit und ab die Post.

Zu beachten

Geschwindigkeit

Mit Anhänger fahren bedeutet Einschränkung bei der Reisegeschwindigkeit, das spielt bei unserer Art zu reisen eigentlich keine bedeutende Rolle.  Es gibt aber Kollegen, die auch mit ihrem Camper gerne schnell unterwegs sind und für die wäre das dann eine größere Einschränkung. Aber jedem das Seine, wir leben (fahren) jedenfalls nach dem Motto, der Weg ist das Ziel! Geschwindigkeit ist für uns also kein Problem. Außerdem kommen wir dann am Zielort mit dem Moped auf unsere (Geschwindigkeits-) Kosten.

Rüstzeiten

Auf- und Abbau ist natürlich mehr Aufwand. Das Moped muss auf den Hänger und dort vernünftig verzurrt werden. Auf dem Camping- oder Stellplatz angekommen, muss erst mal das Moped vom Hänger runter, bevor der Camper positioniert werden kann. Mit etwas Routine ist das aber in ca. 45 Minuten gemacht. Ich denke, wenn man ein Kanu auf dem Dach hat oder sein Motorboot auf dem Hänger, dürfte das ähnlich sein.

Abgesehen davon macht man dabei oft schon die ersten Bekanntschaften. Hilfsbereite Leute oder Moped-Interessierte sind immer schnell zur Stelle.

Großer Vorteil

Der Aktionradius

Mobil-Camper, je nach Größe des Gerätes haben ja das Problem, dass sie die Gegend nur mit ihrem Fahrzeug erkunden können. Das geht dann oft damit einher, dass alles abgebaut, eingeklappt oder weggesteckt werden muss. Vorzelte und ähnliches verbleiden dann auf dem Platz. Abends muss dann der Camper wieder so rangiert werden dass alles passt. Oder man ist auf der Durchreise, fährt also alle zwei Tage an einen anderen Ort. Wir nennen das Tingeln.

Anmerkung: Es geht uns hier nicht darum eine Abgrenzung zu schaffen, ein weiteres Segment hervorzuheben oder etwas besser als das andere darzustellen. Wir wollen nur erzählen, wie wir Urlaub machen und welche Vor- und Nachteile wir darin sehen. Andere, die vielleicht auch schon mal darüber nachgedacht haben so Urlaub zu machen, dabei helfen Entscheidungen zu treffen und Tipps zu geben.

Wir genießen es uns nach dem Frühstück aufs Moped zu setzen und die Gegend zu erkunden. Nachmittags kommt man zum Platz zurück, genießt ein kühles Bier und spricht über das Erlebte.

Sternfahrten so um die 200 Km vom Platz aus in der Umgebung ist so unser Standard. Meistens wird das so gestaltet, dass wir eine Rundtour machen. Allerdings fahren wir nicht nur in der Gegend herum. Wir haben immer ein Ziel, das wir auf einer solchen Tour ansteuern. Entweder eine Stadt, einen berühmten Ort, ein Kulturdenkmal, einen Berg oder den Strand.

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