Wohnmobil- und Motorrad-Reisen

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Küche ist fertig

Es fehlten ja nur noch Kleinigkeiten, allerdings solche mit großer Optik. Die Einlagen in den Rahmen der Schubladenfronten hat Miriam zweimal in roter Farbe gestrichen. Damit kommt jetzt neben den Schiebetüren in der Schrankwand noch ein weiterer „Farbklecks“ in den Bus. Insbesondere, weil die Küchenzeile bei geöffneter Tür immer sehr präsent ist.

Da ich die Fronten ja vorher schon angepasst hatte, musste ich die Platten nur noch in den Rahmen befestigen und dann wieder montieren.

Allerdings war mir vorher ein kleines Missgeschick passiert. Ich wollte die leeren Rahmen an einen anderen Platz legen und greife mir mehrere mit einer Hand (sind ja nicht sonderlich schwer), vergesse allerdings, dass die nach der zweiten Ölung mit Leinöl noch etwas glatt sind. Was soll ich sagen, sie sind mit aus der Hand gerutscht und auf den Boden gefallen. Zunächst sah es so aus, als sei nichts passiert, etwas später habe ich jedoch feststellen müssen, dass zwei von ihnen angebrochen waren. Einen konnte ich dann wieder vorsichtig leimen, ohne das man das noch erkennen könnte. Bei dem anderen Rahmen war allerdings nichts mehr zu machen, da hielt die Leimung nicht mehr. Also musste eine Reparatur gemacht werden. Ich habe dann, nach alter Schreinermanier auf der Rückseite zwei „Diabolos“ eingesetzt und damit die Stabilität wieder hergestellt. Zum Glück kann man das von vorne überhaupt nicht erkennen.

Fehlt noch die Tür unter dem Kühlschrank

Die einzige Tür, hinter der keine Schublade ist, ist die unter dem Kühlschrank. Hier ist ja der Zugang zu den Wasserkanistern und hier soll auch der Mülleimer befestigt werden. Die Tür soll oben aufklappbar sein, damit man möglichst leicht an den Mülleimer kommt. Damit ich aber auch ausreichend Platz habe, um die Kanister für den Service heraus holen zu können, muss die Tür herausnehmbar sein. Normale Scharniere kommen also nicht in Frage. Die Tür soll an ihrer Unterkante auf einer Stange aufliegen, die wie ein Scharnier wirkt. Damit kann sie oben leicht geöffnet werden und bei Bedarf einfach heraus gehoben werden. Das alles zu konstruieren hat mich gefühlt einen halben Tag gekostet, aber es passt und sogar der Verschluss oben macht seinen Job.

Damit die die gesamte Küchenfront fertig und funktionsfähig.

Schublade oben links

Die hinter dieser Front liegende Schubladen ist nicht so groß, wie es den Anschein hat. Das liegt einerseits daran, dass durch die dahinter liegenden Gasleitungen nicht die ganze Breite nutzen kann und das dort auch die Absperrknebel für die Gasverbraucher liegen. Den Raum wollte ich aber nicht verschenken, also musste ich die Schublade kleiner machen.

Schubladen in der Küche

Auch zuhause liebe ich Schubladen in der Küche, es gibt nichts besseres! Also war klar, dass ich in der Küche im Wohnmobil auch (fast) nur Schubladen haben wollte. Anfangs dachte ich noch, dass der Schiebemechanismus mit Holz reichen sollte. Insbesondere, weil gute Teleskopschienen auch ein „gutes“ Gewicht haben. Nachdem die „Gewichtsbilanz“ im Movano doch besser ausfällt als gedacht, habe ich mich dann dich für Teleskopschienen entschieden. Die habe ich bei einem Speziallieferanten bestellt.

Doch zurück zu den Schubladen, die wurden aus Birke Multiplex 12mm gefertigt. Beim Holzhändler meines Vertrauens in großen Platten (2.500×1.250) bestellt und mit der Tauchsäge grob zugesägt. Die Schubladenbretter werden nur mit Nut und Feder und Leim verbunden.

Insgesamt wurden es 7 Schubladen, drei große und vier kleine, siehe nachfolgende Zeichnung. Macht also 14 Seitenbretter, 14 Bretter für Vorder- und Rückseite und 7 Bodenplatten.

Die kleinen Schubladen sind 170mm, die großen 330mm hoch. Die Breite bei allen ist 420mm, die Tiefe 510mm.

Um nur mit Leim eine stabile Eckverbindung zu erhalten, muss man mit Nut und Feder arbeiten. Das heißt jede Menge Arbeit am Fräßtisch. Jede Front und jeder Rücken hat zwei Nuten für die Seite und eine Nut für den Boden. Jedes Seitenteil zwei Federn für die Seiten und eine Nut für den Boden. Der Boden hat vier Federn, an jeder Seite eine. Also insgesamt 56 Nuten und 32 Federn. Stupide langweilige Arbeit!

Danach leimen, Ecken hobeln und alles Schleifen, insgesamt so ca. 24 Stunden Arbeit, aber dafür ein schönes Ergebnis:

Danach erstmal alle Schienen am Gerüst befestigen und dann nach und nach alle Schubladen einbauen. War so einfach nicht, da nur die „Sünden“ beim Gerüst zu Tage kommen. Ich hätte noch genauer arbeiten sollen, da ist nicht alles im rechten Winkel und das bringt jede Menge Arbeit beim Justieren der Schubladen. Wahrscheinlich wird mir das auch noch mal bei den Schubladen-Fronten auffallen, aber so ist das mit der Handarbeit. Allerdings spreche ich hier von Abweichungen um die 2mm, also nichts was man nicht kaschieren könnte ;-). Wird man später nicht mehr sehen!

Hängeschränke links

Nachdem ich die Verkleidung des Kühlschrankes soweit abgeschlossen hatte, konnte ich mich auch endlich den Hängeschränken widmen. Dabei hatte (habe) ich noch zwei Baustellen, die Abschlüsse vorne und hinten.

Noch mal kurz zur Erinnerung, ganz am Anfang des Ausbau hatte ich eine recht aufwendige Montage von Halterungen umgesetzt, die später (also quasi heute) die Hängeschränke halten sollen. Diese nehmen die gesamte Länge des Fahrzeugraumes ein. Sie sollen im hinteren Teil (über dem Bett) Raum für Wäsche bieten und im vorderen Teil (ab dem Kühlschrank) Platz für Küchenutensilien geben.

Abschlussbrett vorne

Die zwei Hauptprobleme beim Möbelbau für den Ausbau eines Kastenwagens, sind die Rundungen und die Übergänge der Verstrebungen. Also B-Säule und C-Säule (ich hoffe das man das so nennt). Speziell vorne stellt der Übergang zum Fahrerhaus eine besondere Herausforderung dar.

Bei unserem Movano reicht das Hochdach über die Fahrerkabine und bildet damit noch ein sehr praktischer Raum. Allerdings wissen wir noch nicht, wie wir den nutzen werden. Vermutlich werden sich dort im Laufe einer Reise jede Menge Zeug ansammeln, weil man da mal eben schnell was ablegen kann. An Ordnung ist da nicht zu denken.

Auf der linken Seite soll an diesem Übergang der Hängeschrank der Küche enden. Also muss hier irgendwie ein Abschlussbrett montiert werden.

Den besten Halt haben wir am Blechrahmen zur Fahrerkabine, denn hier war die Trennwand mit metrischen Schrauben befestigt.

Von einem rechten Winkel, kann man hier nur träumen. Habe mich dann daran gemacht einen Adapter (mal wieder) aus Holz zu erstellen. Dieser soll dann eine Halterung für das Abschlussbrett bieten. Über Montage und Ergebnis habe darüber schon in einem anderen Beitrag berichtet: http://jukiwuki.com/wandverkleidung-links-teil-2

Abschlussbrett hinten

Darüber ist schnell berichtet, es gibt (noch) keins! Weil wir ja hinten vor den Hecktüren eine Rückwand einbauen werden, die den Schlafraum abgrenzen soll. Und diese Rückwand soll auch den Abschluss für den Hängeschrank bilden. Werde ich also in einem anderen Beitrag beschreiben.

Bodenbretter

Die Hängeschränke werden offene Fronten haben. Nur eine Art „Bilderrahmen“ wird vorne drauf gesetzt, der Inhalt soll dann in kleinen Kartons aufbewahrt werden. ich brauche also zunächst einen Boden, den ich aus zwei Bretter Paulownia Holz zusäge und von unten mit Linsenkopfschrauben an den Halterungen befestige.

Verkleidung Kühlschrank

Bisher hat der Kühlschrank, übrigens seit Tagen im Dauerbetrieb nur im Gerüst der Küche gestanden. Nun habe ich die Seitenwände aus Paulownia Holz zugesägt. Da die Rückseite an die Seitenwand anschließt, haben wir dort eine gekrümmte Rückwand. Um die Bretter so gut und so nah wie möglich an diese Krümmung anzupassen, habe ich aus Pappkarton eine Schablone gefertigt. Zunächst grob zugeschnitten, dann nach und nach verfeinert. Immer wieder angelegt und die groben Kanten gerundet, bis ich schließlich überall ungefähr die Krümmung der Rückwand erreicht hatte.

Nun habe ich mit einem Bleistift, den ich flach auf die Rückwand gelegt habe, die Konturen genau auf den Karton übertragen. Neben der eigentlichen Krümmung, hatte ich noch mit der schindelartigen Anordnung der Saunabretter zu kämpfen. Ihr erinnert euch?

Danach habe ich mit der Schablone den Umriss auf die Holzplatte übertragen und mit der Stichsäge ausgeschnitten. Hier seht ihr das Ergebnis beim Trocknen nach der ersten Ölung:

Natürlich hat der erste Wurf nicht sofort gepasst, mehrmals musste ich die Linien nacharbeiten. Ich hatte bei der Brettbreite bewusst 50mm zugegeben, damit ich im Bedarfsfall noch Material hatte. Das ich auch gut gebrauchen konnte. Die Wellpappe aus den Versandkartons lässt sich mit Messer oder Schere nicht wirklich genau schneiden, insbesondere die kleinen Rundungen wurden ungenau und damit der Übertrag auf das Brett auch. Aber am Ende hat es dann doch auf beiden Seiten ganz gut gepasst.

Erste Anprobe

Den Seitenteilen folgte dann der Deckel. Ihr seht auf dem vorherigen Foto den Absatz oberhalb des Kühlschrankes, da wo die schwarzen Klemmen sind. Den musste ich anlegen, da ich einen Abstand für die Lüftung, bzw. den Wärmestrom des Kühlschrankes einbauen konnte. Zwar muss ich für einen Kompressor-Kühlschrank kein Lüftungsgitter an der Außenseite des Fahrzeugs einbauen, aber trotzdem muss ich unter, hinter und über dem Kühlschrank ausreichend Raum für die Abwärme lassen.

Hinter und oberhalb des Kühlschrank muss ein 50mm Abstand bleiben

Da ich bei mir nach oben nicht ablüften kann, weil da ja die Hängeschränke sind, habe ich mich für die oben abgebildete Variante entschieden.

Direkt über dem Kühlschrank habe ich einen Raum von 50mm Höhe gelassen. Der gesamte Kühlschrank wird dann noch mit einem Rahmen versehen. Der schließt den „Lüftungsaustritt“ mit ein. In diesem Teil des Rahmens baue ich ein Lüftungsgitter ein. Die gibt es in den unterschiedlichsten Varianten zu kaufen.

Da ich die gesamten Fronten, Abdeckungen und Schubladen erst zu einem späteren Zeitpunkt bauen werde, zeige ich euch das Ergebnis in den nächsten Wochen.

Küchengerüst befestigt

Bevor ich das Küchengerüst endgültig im Fahrzeug befestigen kann, musste ich noch ein paar Vorbereitungen treffen. Ich werde ja alle Einbaumöbel direkt auf dem Fahrzeugboden befestigen. Dämmung und Bodenplatten dann nachträglich verlegen, daher muss ich den Boden vor der endgültigen Befestigung auf der Fläche des Möbels prüfen und versiegeln. Ich mache das mit einer weißen Rostschutzfarbe, nachdem ich den alten Lack mit Schleifpapier etwas angeraut habe.

Für den Küchenblock heißt das, etwas vorrücken, damit der darunterliegende Boden frei wird.

Exkurs zum Bodenkonzept

Ich habe mein Studium zum Ausbau eines Camping-Van im Fernstudium an einer Universität im kalifornischen San Bruno absolviert (Firmensitz von Google und Youtube;-).

Die meisten meiner „Kommilitonen“ haben ein anderes Bodenkonzept gewählt, sie verlegen als erstes über die gesamte Bodenfläche ein Holzgerüst und verkleben oder verschrauben dann die Holzleisten auf dem Blechboden. Dann dämmen sie mit verschiedenen Materialien die Zwischenräume und verlegen eine große Platte für den Fußboden, meistens eine 10-15mm Siebdruckplatte, die sie ihrerseits auf die Holzlatten verschrauben. Auf der Siebdruckplatte befestigen Sie dann die Möbel.

In unserem Camping-Van gibt es aber zwei Bereiche, die einen unterschiedlichen Boden bekommen und der auch unterschiedlich belastet wird. Hinten haben wir das Bett und darunter den „Keller“ oder wie manche auch sagen, die „Garage“. Den Boden für den „Keller“ werde ich mit einer 10mm Siebdruckplatte belegen, aber nur da wo kein Möbel steht. Dort wird kaum jemand stehen, also muss ich den nur bedingt trittfest gestalten. Während der vordere Teil hauptsächlich der Küchenbereich ist, dort werden wir sehr viel stehen und gehen. Hier werde ich einen Echtholzfußboden aus Lärchenholzbrettern verlegen. Unter dem Küchenblock kann ich mit 6mm Pappelsperrholz als Abdeckung über den Dämmplatten arbeiten, denn darüber werden ja die Schubladen sein. Überall werden Dämmstoffplatten (30mm XPS) verlegt.

Zur Klarstellung, ich will nicht sagen, dass meine Variante besser ist, aber für mein Ausbaukonzept ist es die praktischere.

Zurück zum Küchenblock

Nachdem die Farbe über Nacht getrocknet war, konnte ich das Gerüst wieder zurückschieben und es mit der Wand und dem Boden verschrauben. An der Wand, hinter der Dämmung befinden sich ja die Rifnuts mit dem 8mm Gewinde. Hier konnte ich einen massiven Winkel mit dem Gerüst verbinden. Am Fußboden habe ich in regelmäßigen Abständen das Gerüst ebenfalls mit Winkel befestigt. Spaxschrauben für das Holz und selbstschneidende Blechschrauben für den Boden. Da bewegt sich jetzt nichts mehr, sehr stabil! Es fehlt nur noch die Befestigung über dem Kühlschrank. Der ist momentan „nur“ an dem Holzrahmen befestigt. Der Rahmen selber hat aber nicht die Kraft, den Kühlschrank im Ernstfall zu halten. Über diese Konstruktion werde ich in einem eigenen Beitrag schreiben.

Arbeitsplatte, Zuschnitt

Das ist jetzt mal ein Beitrag, der von einem Misserfolg berichtet 🙁

Es ist eigentlich nicht die erste Küchenarbeitsplatte in meinem Heimhandwerker-Dasein, aber es ist die erste in einem Campingbus. Das alleine wäre aber nicht das besondere, aber von vorne. Ich hatte ja schon berichtet, dass ich eine 18mm Tischlerplatte aus Bambus gekauft hatte (68 € bei Bauhaus). Es ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, stabil und hat eine sehr schöne Maserung, etwas anders als unsere heimischen Hölzer. Auch das Gewicht hält sich mit den 18mm in Grenzen.

Nun denn zunächst habe ich sie auf die benötigte Länge geschnitten, die Tiefe von 600mm kann ich beibehalten, da ich die Küche eben auf diese Tiefe konstruiert habe. Dann kam der große Augenblick, wie bei jeder Arbeitsplatte, es musste der Ausschnitt für die Koch-, Spülkombination ausgesägt werden. Also was sagt der Hersteller zu den Maßen des Ausschnittes:

Bildausschnitt Quelle Dometic Webseite

Dann schaut man sich die Unterseite der Kombination an und prüft noch mal, ob das auch stimmt, passt! Also zeichnet man sich das Rechteck auf die Platte (spätestens hier hätte mir etwas auffallen müssen!), Mehrfaches nachmessen, ob die Abstände vom Rand der Platte stimmen, ob man den rechten Winkel eingehalten hat, stimmt!

In allen vier Ecken mit der Bohrmaschine ein 10mm Loch gebohrt und her mit der Stichsäge (jetzt ist es eh schon zu spät, die Löcher sind drin). Vier schöne gerade saubere Schnitt und fertig. Hier noch kurz ein Tipp für das Sägen von Bambusplatten, ich weiß nicht wie der Fachbegriff dafür lautet, aber bei den Schnitten quer zur Fase reißt die selbige gerne aus. Entweder man sägt auf der „linken“ Seite, weil das Stichsägeblatt ja zieht oder man nimmt ein Blatt mit feinerer Verzahnung.

Dann kommt der große Augenblick

Arbeitsplatte mit Ausschnitt liegt vor mir, ich hole die Kochfeld-Kombination und setze sie ein………… Sch……!

Ja ja ich weiß, darauf hätte man (ich) auch selber kommen können. Wie oft habe ich mir das Teil vorher angesehen, aber darauf bin ich einfach nicht gekommen. Naja, dann gibt es eben ein neues Set Küchenschneidebretter 😉

Aus der Ferne betrachtet …

Impressionen des Küchengerüst

Manche werden sagen: „Jetzt ist er aber wirklich verliebt in seine Arbeit!“. Ich würde eher sagen, dass ich froh (und etwas stolz) bin, dass mir das Teil so gut gelungen ist. Nur mit meiner Erfahrung aus ein paar Jahren Hobby-Schreinerei habe ich ein theoretisch geplantes „Objekt“ in Realität umgesetzt.

Zugegeben, es muss sich im Bus noch bewähren, wenn erstmal alles fertig verbaut und es in Benutzung ist, aber bis jetzt bin ich zufrieden.

An dieser Stelle noch mal mein Dank an meine Frau Miriam, die mich unterstützt, mich ermutigt und lobt! Wir Männer brauchen das eben 😉

Leicht „verklemmt“

Fertig

Gerüst für den Kühlschrank Teil 2

An diesem Wochenende bin ich mit der Küche ein großes Stück weiter gekommen. Ich konnte alle Teile fertig zusägen und die Ausschnitte für die Schlitz- und Zapfenverbindungen, bzw. für die Überblattung erledigen.

Zwischendurch verlor ich immer wieder mal den Überblick, um diesen wiederzu erlangen, habe ich die Leitern 3-4 Mal „lose“ in den Bus gestellt und wieder Maß genommen und Kennzeichen auf den Hölzern angebracht. Zurück in der Werkstatt war ich dann bei einigen wieder unsicher: „War das jetzt die Latte für vorne oder hinten, oben oder unten? Und was jetzt rechts und was links?“

Doch zu guter Letzt konnte ich das Gerüst für den Küchenblock fertig zusammensetzen. Nur einige Teile müssen noch abschließend geleimt werden.

Sketchup Zeichnung
Theorie
Praxis 😉

Die nächsten Tage werde ich damit beschäftigt sein, alle Teile fertig zu leimen. Danach werde ich wieder die Leimtropfen entfernen und die Überstände hobeln. Miriam wird das ganze Gestell dann mit Leinöl einstreichen.

Die endgültige Montage im Fahrzeug wird noch etwas dauern, da ich vorher noch die Wandverkleidung anbringen will. Da wartet noch eine besondere Aufgabe auf mich. Man sieht auf dem letzten Foto, dass die Oberkante der Arbeitsfläche höher liegt als die Unterkante des Fensters. Wie beim Einbau der Fenster schon berichtet, konnte ich die Position des Fensters wegen der Metallverstrebungen nicht frei wählen. Daher muss ich mit etwas für den Abschluß der Arbeitsplatte ausdenken. Habe da schon eine Vorstellung, bin mir aber noch nicht sicher. Ich werde berichten.

Was ich allerdings vorher noch machen werde und muss, ist der Zuschnitt der Arbeitsplatte (aus Bambus Leimholz). Dabei werde ich auch den Ausschnitt für die Koch- und Spüleinheit aussägen und diese einpassen. Mitte Mai habe ich einen Termin für die Installation der Gasanlage und dafür muss der Gasbrenner eingebaut sein.

Gerüst für den Kühlschrank

Die ganze Woche konnte ich abends ein paar Stunden in die Werkstatt gehen und am Gerüst für die Küche bauen. Am heutigen Sonntag habe ich das Gerüst für den Kühlschrank komplett fertig. Der Leim muss jetzt noch trocknen, dann kann ich im Laufe der kommenden Woche die Feinarbeiten durchführen. Leimtropfen abkratzen, die überstehenden Kanten abhobeln und schleifen. Wobei ich mehr auf die Stabilität achte als denn auf „Schönheit“, denn später wird man nichts mehr davon sehen, weil alles verkleidet wird.

Eine „Leiter“ entsteht

Leiter? Nun ja ich nenne die hochkant stehenden Teile Leitern, weil sie Sprossen haben und so wie Leitern aussehen. Die linke Seite des Gerüstes für den Kühlschrank war als erstes fertig.

Noch mal zur Erinnerung, ganz links steht die erste „Leiter“
So sieht das Teil in der Seitenansicht aus.
erstes „Probeliegen“ auf der Werkbank
und so sieht das Original aus.

Ich wollte mit der (noch nicht geleimten) Leiter erst mal im Movano Maß nehmen:

Passt! 😉

Nach diesem Teilerfolg konnte ich die restlichen Teile zusägen, was viel Kleinarbeit bedeutet. Ich hatte ja schon von den diffizilen Verbindungen geschrieben, hier mal ein paar Impressionen:

Mein Hauptproblem ist allerdings, den Überblick zu behalten. In der CAD Zeichnung lässt sich alles recht leicht konstruieren, weil man da die einzelnen Teile ein- und ausblenden kann. In der Werkstatt weiß ich oft nicht wo vorne und hinten ist und welche Sprosse wie montiert werden soll. Dadurch sind mir auch einige Fehler unterlaufen, die ich allerdings ausbügeln konnte. Ich habe dann mein altes Notebook in die Werkstatt geholt und kann so immer wieder auf dem Bildschirm nachschauen, mir einzelne Teile heranzoomen und drehen. Dadurch hat dann alles gut funktioniert und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Bin gespannt wie der Korpus im Movano mit Kühlschrank aussieht.

Auf diesen Bildern sieht man, dass die Leitern (jeweils rechts und links hochkant) bereits fertig geleimt sind. Dann ging es darum die Querverbindungen einzusetzen. Um sicher zu stellen, dass die Zapfen und Schlitze später richtig passen, habe ich die Teile immer aufgelegt und angezeichnet. Die obere Querstrebe liegt schräg, rechts passt die Überblattung schon, links liegt der Zapfen auf und wird angezeichnet.

Und so sieht das vorläufige Endergebnis aus. In dem momentanen Wirrwarr meiner Werkstatt ist das Ergebnis sicher schlecht zu erkennen.

Heute konnte ich das Gerüst von den Zwingen befreien und im Movano gleich mal testen. Also ich bin zufrieden.

Die Küche, das Konzept

Wie auf der Hauptseite schon geschrieben, koche ich sehr gerne und das auch im Urlaub. Natürlich ist der Platz und die Ausrüstung beschränkt, da ich aber eher ein Minimalist bin, ist das kein Problem für mich. Auch zuhause koche ich mit einem Gasherd (dreiflammig). Was mir im Campingbus immer fehlt (und es wohl auch weiterhin wird) ist ein Backofen. Zuhause mache ich recht häufig Gerichte mit dem Römertopf, ich werde versuchen das durch die marokkanische Tajine zu ersetzen, zumindest im Urlaub.

Eine Tajine

Das Konzept der Küche

Was eine (Camping) Küche aus meiner Sicht braucht: Mindestens zwei Gasflammen, ein mittelgroßes Spülbecken, einen geräumigen Kühlschrank, viel Licht und viele Schubladen.

Über den Standort der Küche im Wohnmobil habe ich ja schon mal was geschrieben. Bei uns wird der Küchenblock nicht in die Schiebetür ragen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite sein. Da unsere „Sitzgruppe“ für zwei Personen der Fahrerraum mit drehbaren Sitzen sein wird, können wir den Platz, der üblicherweise für die Sitzgruppe genutzt wird für die Küche nutzen. Außerdem hätten wir für die Küche in der Schiebetür nach hinten nicht genügend Platz, weil da ja schon das Bett mit der Schrankwand beginnt.

Hier noch mal das Gesamtkonzept

In der schematischen Darstellung sieht man sehr schön die Dominanz der Küche. Damit erhalten wir eine sehr komfortable „Arbeitsumgebung“.

Der Kühlschrank soll halbhoch montiert werden und uns so das Bücken ersparen (man muss ja an später denken!). DOMETIC COOLMATIC CRX 80 Kompressorkühlschrank, 78 Liter. Kann also nur über Strom betrieben werden.

Die Arbeitsplatte (aus Bambus Leimholz) hat eine Länge von 1,5 Meter. 90cm ist das 2-flammige Kochfeld und die Spüle (DOMETIC HSG 2370 R Kombination), bleiben mir also noch ca. 50 cm für die Arbeitsfläche!

Unterhalb der Arbeitsplatte wird es Schubladen geben, neun Stück insgesamt, mehr dazu später.

Der „Gerüstbau“

Wie auch schon beim Hochschrank, werde ich die Küche in Gitterbauweise herstellen, das ist einfacher und leichter! Hier mal Bilder aus dem CAD Plan:

An diesem Wochenende habe ich aus groben Bohlen die Kanthölzer grob herausgesägt, abgerichtet, auf eine grobe Länge gesägt und auf 33x33m und 33x50mm Kantenlänge gehobelt.

Es ist mein Ziel den gesamte Block nur mit geleimten Zapfenverbindungen zu konstruieren! Keine Schraube und keinen Winkel (außer für die Befestigung am Boden). Dadurch kommen ein paar komplexe Verbindungen zustande. Der Aufwand kann wohl nicht durch die evtl. Gewichtsersparnis gerechtfertigt werden, aber da die Möbelschreinerei zu meinen Hobbies gehört, ist es mehr die Herausforderung die mich zu dieser Bauweise bewegt. Hier mal zwei Beispiele aus den CAD Zeichnungen:

Bei einer Käntenlänge von 33x33mm sind die einzelnen Teile recht filigran. Miteinander verleimt ergeben sie aber eine stabile Verbindung und in der Gesamtkonstruktion stützen sich alle Verbindungen gegenseitig. Ein solch großes Gebilde habe ich allerdings auch noch nie gemacht und da ich kein Statiker bin, muss ich mich auf meine Erfahrungen verlassen. Evtl. muss ich später noch ein paar Querverstrebungen einsetzen. Bisher kalkuliertes Gesamtgewicht: 28kg

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