Wie bereits erwähnt, waren ja die ersten Fenster voreilig zu groß gekauft. Danach wurden dann die immer noch großen, aber (fast) passenden kleineren von Dometic bestellt (1.000 x 500).

Zunächst mussten die kleinen Blechteile weichen, die wohl das Flattern der größeren Blechplatte eindämmen sollen.

Diese sind oben und unten angeschweißt und in der Mitte mit dem Blech verklebt. Also oben und unten mit der Flex abgeschnitten und mit sanfter Gewalt die Klebestellen gelöst.

Nun war der Weg frei, um das Maß der Fenster anzuzeichnen. Da diese Fenster eine minimale Stärke der Wand voraussetzen und das Blech diese auf jeden Fall nicht erfüllt, musste ich Hilfsrahmen aus Holz bauen, die die Wandstärke simulieren. Diese Hilfsrahmen haben im Innenmaß genau das Maß des Ausschnittes. Also konnte ich diese sehr gut als Schablone benutzen. Dabei muss dann nur noch darauf geachtet werden, dass die Seiten oben und unten mit den Querstreben parallel sind. Permanentmarker her und los.

Es kostet einiges an Überwindung das erste Loch zu bohren. Das ist dann endgültig. Ich weiß nicht mehr wie oft ich nachgemessen haben und die Einbauanleitung gelesen habe. Aber dann war es geschehen, in allen vier Ecken waren Löcher für die abgerundeten Ecken.

Ich hatte mit eingebildet, dass eine dünne Flexscheibe am besten geeignet wäre, einen geraden Schnitt zu machen. Stimmt auch eigentlich, was ich nicht bedacht hatte, war der Funkenflug, bzw. der Dreck der damit im Auto entstand. Atemmaske und Schutzbrille ist natürlich Pflicht.

Dann war es getan, die Ecken musste ich dann noch mit der Stichsäge und die Rundungen mit der halbrunden Handfeile nacharbeiten. Blech raus und er spannende Moment des ersten Einsetzens war gekommen …
… passte natürlich nicht. Aus Angst zu knapp geflext. Also mit der Handfeile nachgearbeitet und wieder probiert…
… und wieder nachgearbeitet … eingesetzt … nachgearbeitet…eingesetzt … nachgearbeitet …
PASST!

Unten links im Bild sieht man übrigens die Hilfsrahmen aus Holz stehen
Und so sieht es mit Rahmen aus
So sieht es dann von außen aus

Hier habe ich denn schon die Dichtmasse auf den Fensterrahmen aufgebracht und von innen mit dem Kunststoff-Rahmen angezogen. Damit quetscht man die beiden Hälften zusammen und außen quillt dann sehr schön überall die Dichtmasse raus. Das zeigt an, dass diese überall verteilt ist und damit müsste das Fenster dicht sein. Der nächste Regen wird es zeigen.
Den Ausschnitt für das zweite Fenster habe ich dann gleich mit der Stichsäge ausgeschnitten. Ging auch sehr gut und macht wesentlich weniger Dreck.
Allerdings hatte ich noch einen Denkfehler bei der Planung gemacht. Für mich war immer wichtig, dass das Fenster mit dem Hilfsrahmen zwischen die Verstrebungen passen. Was ich dabei nicht bedacht hatte, war der sehr geringe Abstand zu einer der Längsstreben (also die von oben nach unten laufen). Die Karosserie des Wagen läuft ja nach oben konisch zu und das in einem leichten Bogen.

Hier sieht man die Biegung sehr gut

Diesen Bogen machen auch die Streben mit…
… aber nicht die Fenster! Die sind für eine glatte, gerade Fläche vorgesehen. Beim vorderen Fenster ist rechts und links genug Blech das nachgeben kann und seine Biegung aufgibt.
Beim hinteren Fenster war ich aber ganz nah an der Strebe und die gibt nicht nach. Ich musste also ein gerades Fenster auf eine Biegung aufbringen. Das habe ich aber erst gemerkt, nachdem ich den Ausschnitt gemacht hatte.
Ich habe dann versucht die Oberkante möglichst nah an das Blech zu bekommen und den zwangsläufigen Abstand unten gelassen. Wenn es regnet, dann von oben!
Bis jetzt ist das Fenster auch nach ein paar starken Regen fällen dicht. Wir werden sehen!